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Dritter Teil. Bau-Polizei

Full text: Polizei-Vorschriften für Rixdorf / Bluhm, Ewald (Public Domain)

, Heizung. 
32. Kachel- oder Ziegelsteinöfen müssen in der Regel von außen 
oder von wenigstens 0, 80 mm tiefen, mit feuersicheren Türen geschlossenen 
Vorgelegen aus geheizt werden. Die Abführung des Rauches von den 
Oefen zu den Schornsteinen darf nur durch gemauerte Kanäle erfolgen. 
33. Eiserne Oefen sind nur ausnahmsweise zulässig und müssen 
alsdann mit starken, unverrückbar befestigten Ofenschirmen versehen sein. 
34. Gasöfen bedürfen, wie andere Feuerstätten, baupolizeilicher 
Genehmigung; sie müssen durch unbewegliche feste Rohre mit der Gas⸗ 
leitung verbunden sein; Schlauchverbindungen sind unzulässig. 
35. Gaskocher, Gasplätteinrichtungen usw. müssen tunlichst durch 
feste Rohre mit der Leitung verbunden sein. 
36. Kanäle für Leitung heißer Luft sind durchweg mit feuersicherem 
Stoff zu umschließen und so anzulegen, daß sie von Stoub gereinigt 
werden können. 
In Verkaufs-, Betriebs- und Lagerräumen für besonders leicht ent⸗ 
zündliche Gegenstände sind Heizkörper und Heierokre gegen Berührung 
siche rgustellen. 
37. Feuerungsanlagen sind alljährlich vor Beginn der Heizperiode 
nstandausetzen. 
VII. Sicherheits-, Lösch- und Rettungsvorschriften. 
38. Treppen, Treppenpodeste, Flure, Seiten⸗ und Zwischengänge 
müssen dauernd von allen Verkehrshindernissen und brennbaren Gegen— 
tänden freigehalten werden. 
Die für das Publikum bestimmten Gänge des Innenraumes müssen 
eine rasche Entleerung der einzelnen Geschosse ermöglichen und tun— 
lichst in gerader Richtung auf die Ausgänge führen. 
An den unmittelbar zu Ausgängen führenden Verkehrswegen dürfen 
leicht entzündliche Stoffe nicht ausliegen. 
Vor Türen und Ausgängen dürfen Verkaufstische oder sonstige, die 
rasche Entleerung beeinträchtigende Gegenstände nicht aufgestellt werden. 
Saisonartikel, d. h. Gegenstände, die zu bestimmten Zeiten einen 
besonders großen Andrang des Publikums herbeizuführen pflegen, sind 
tunlichst in den unteren Geschossen unterzubringen. 
39. Es sind Pläne in doppelter Ausfertigung zur baupolizeilichen 
GBenehmigung einzureichen, in welche die Verkehrswege und deren 
Breiten (vgl. Ziffer 19) einzutragen sind. Die Breite der für die Ent⸗ 
— 
wartenden Besucher einschließlich der in Betracht kommenden Angestellten 
bemessen und darf in der Regel nicht geringer als 2,0 m sein. 
40. Verkäufliche Beleuchtungsgegenstände, Kocheinrichtungen, Spiel⸗ 
waren mit Spiritusmotoren u. dergl. dürfen brennend nur in be— 
sonderen, allein dafür bestimmten Räumen vorgeführt werden. 
41. Rauchen ist in den Verkaufs- und Lagerräumen sowie in den 
Betriebsstätten verboten. Tas Rauchverbot ist durch Anschläge in aus— 
reichender Zahl und Größe und mit deutlicher Aufschrift bekannt zu 
geben.
	        
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