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Dritter Teil. Bau-Polizei

Full text: Polizei-Vorschriften für Rixdorf / Bluhm, Ewald (Public Domain)

Treppenhäuser sind mit Vorrichtungen zu versehen, welche eine 
wirksame Entlüftung sicherstellen und vom Erdgeschoß aus bedient wer⸗— 
den können. 
Verschläge, gleichviel welcher Art, sind unter Treppen nicht zulässig. 
14. Freitreppen im Innenraum an größeren Deckendurchbrechungen 
(vgl. Ziffer 7) bedürfen keines Abschlusses, werden aber bei Bemessung 
der notwendigen Treppen nicht in Anrechnung gebracht. 
Zwischentreppen müssen feuersicher abgeschlossen werden, sind aber 
nach dem Dachgeschoß überhaupt nicht, nach dem Keller nur mit den in 
Ziffer 1 vorgesehenen Maßgaben zulässig. 
15. Haben die zu Verlaufszwecken benutzten Geschosse größeren Um— 
fang und liegen über oder neben ihnen Wohnungen oder solche Arbeits— 
räume und Kontore, die nicht im Verkehrsbereich des Publikums liegen, 
so müssen diese Wohnungen und Räume, abgesehen von den gemäß 
ziffer 13 anzulegenden notwendigen Treppen, noch besondere, mit Ver— 
kaufs- oder Lagerräumen nicht in Verbindung stehende, ins Freie 
führende Treppen haben. Außerdem bleibt dem pflichtmäßigen Er— 
messen der Polizeibehörde überlassen, zu fordern, daß derartige Woh— 
nungen und Räume durch feuerfeste Wände und Decken von den dem 
Verkehr des Publikums dienenden Räumen zu trennen sind. 
16. Die für die Entleerung in Betracht kommenden Türen müssen 
nach außen aufschlagen und leicht beweglich eingerichtet sein. Kanten— 
und Schnubriegel sind unzulässig; der Verschluß muß von innen leicht 
zu öffnen sein. 
17. Vorhänge an den nach Treppen und Ausgängen führenden 
Türen sind unzulässig. Zur Verhinderung von Fug dürfen daselbst 
Windfänge angebracht werden. Durch Türflügel in geöffnetem Zu— 
stande darf der Verkehr in Korridoren, Treppenräumen usw. nicht be— 
hindert, auch dürfen die Treppenhäuser nicht über die freie Treppen— 
laufbreite hinaus beschränkt werden. 
18. Türen und ihre Verschlüsse müssen stets leicht gangbar sein. 
19. Ausgänge sind als solche mit großer, leicht lesbarer Schrift 
tenntlich zu machen. Die nächsten Wege zu ihnen und die Breiten dieser 
Wege sind polizeilich festzulegen; diese Wege sind dauernd offen zu 
halten und durch in die Augen fallende Richtungspfeile zu bezeichnen. 
20. Hinter durchbrochenen Brüstungen von Galerien von Lichthöfen 
muß zur Verhütung der Uebertragung von Feuer von einem Geschoß zum 
anderen ein, von der größten Ausladung des Brüstungsgesimses ab 
gerechnet, mindestens 1,0 mebreiter durchgehender Raum von allen 
Gegenständen frei bleiben; im J. Stockwerk dürfen brennbare Gegen 
ttände — abgesehen von stark verglasten Kästen und hölzernen Auslage— 
oder Geschäftstischen — innerhalb 2,0 m Abstand von durchbrochenen 
Brüstungen oder von der größten Ausladung der Brüstungsgesimse nicht 
aufgestellt werden. Falls die Durchbrechungen von Brüstungen feuer— 
sicher (durch Drahtglas, Eisenblech usw.) geschlossen werden, dürfen 
diese Maße auf 0,5 bezw. 1,5m eingeschränkt werden.
	        
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