Path:
Dritter Teil. Bau-Polizei

Full text: Polizei-Vorschriften für Rixdorf / Bluhm, Ewald (Public Domain)

— 53. 
Die Verputzung der Unteransichten hölzerner Treppen ist ent— 
dehrlich, wenn der Raum darunter durch feuersichere, weder mit 
Türen noch sonstigen Oeffnungen versehene Verschläge abgeschlossen 
st. Im übrigen sind Verschläge unter hölzernen Treppen unzulässig. 
Treppenräune und Korridore müssen mit genügenden Vorkehrungen 
zum Abzuge des Rauches verschen sein. 
Alle Treppen müssen Geländer oder Handläufer haben, welche auf 
zeiden Seiten an den Treppen entlang führen und au den Enden 
edes Laufes mit einer den Verkehr nicht hindernden Krümmung 
abschließen. 
lleber der Bühne und über dem Zuschauerraum müssen leicht und 
sicher zu handhabende Rauchabzüge vorhanden sein. 
Rauchabzüge und Oberlichter müssen zwischen Decken und Tächeru 
feuersichere Wandungen haben. Unterhalb der äußeren Oberlichter 
müssen Drahtnetze vorhanden sein. 
Alle Ausgänge müssen als solche kenntlich gemacht sein und stets für 
die ungehinderte Benutzung bereitgehalten werden. 
Die nächsten Wege zu den Ausgängen ins Freie müssen durch 
sichtungspfeile an den Wänden begzeichnet sein. 
Alle Türen müssen nach außen aufschlagend derart angeordnet 
sein, daß durch die geöffneten Flügel der Verkehr in den Korri— 
doren und Treppenräumen nicht behindert wird. Die Türen im 
Parkett wie in den Rängen dürfen sich nicht gegen die Richtung 
der das Theater von dort verlassenden Menschenströme öffnen, 
müssen soweit als tunlich herumschlagen und an den Wänden durch 
elbfsttätig wirtende Federn festgehalten werden. 
Die Beibehaltung von Türen, welche den vorstehenden An— 
forderungen nicht entsprechen, ist ausnahmsweise zulässig, sofern 
sie nur von wenigen Personen benutzt werden oder durch ihre Ab⸗ 
inderung eine Verbesserung des bevorstehenden Zustandes nicht zu 
rreichen ist. 
Die Verschlüsse der Türen müssen so eingerichtet sein, daß sie 
durch einen in Höhe von etwa 1,20 m über dem Jußboden an— 
zebrachten Griff von innen leicht zu öffnen sind. Bei zweiflügligen 
Türen kann ausnahmsweise zugelassen werden, daß jeder Flügel 
besonders in dieser Weise zu öffnen ist. Kanten und Schubriegel 
ind ausgeschlossen. 
Als die geringste zulässige Breite cines Sitzes soll das Maß von 
15 enm und als der kleinste zulässige Abstand der Sitzreihen das 
Daß von 80 em, bei selbsttätig aufschlagenden Klappsitzen das Maß 
von 70 em gelten. 
Die Zahl der Sitze in ununterbrochener Reihe neben einem 
Seiten- oder Zwischengange darf im Varkett und ersten Rang 15, 
in den übrigen Rängen 12 nicht übersteigen. 
Bei sonst günstigen Entleerungsverhältnissen sind Ausnahmen 
zulässig, wenn vorstehende Forderungen nur mit weitgehenden 
Aenderungen erfüllt werden können. Insbesondere kann in den 
Rängen, falls hier eine Vorbesserung der Entleerungsverhältnisse
	        
Top of page
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.