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Dritter Teil. Bau-Polizei

Full text: Polizei-Vorschriften für Rixdorf / Bluhm, Ewald (Public Domain)

unreiner Stoffe benutzt, so sind sie mit einem bis über das Dach zu 
führenden Dunstrohre zu versehen. Die besonderen Erfordernisse für 
Kanalisations-, Wasser- und Gasleitungsrohre sind anderweit fest— 
gestellt. 
Ban. »sĩorgung. 
Auf jedem bebauten Grund“ts welches nicht durch eine allgemeine 
Wasserleitung und Wasser versorat wird, muß eine eigene Wasser— 
leitung oder ein Brunnen hergestell‘ werden, wodurch jederzeit reich— 
liches, zun Genusse für Menschen gerignetes Wasser beschafft wird. 
——— — 
Tas Tagewasser un * ssigen Wirtschafteabgänge sind von 
bebauten Greundstücken durck Rohre mit undurchlässigen Wandungen 
oder durch befestigte Rinnen in Kanäle oder Straßenrinnsteine zu 
leiten. Die Wirtschaftswässer müssen jedoch, ehe sie in die Straßen— 
rinnsteine abfließen, auf dem Grundstücke durch einen mit eng ver— 
gitterter Ausflußöffnung und mit Wasserverschluß versehenen, un— 
durchlässigfen Schlammfang geleitet werden. Wo eine Abführung der 
Abwässer in die Kanäle oder Straßenrinnsteine nicht zugelassen wird, 
oder wo solche Vortehrungen nicht vorhanden sind, kann die Anlage un— 
durchlässiger Sammelbehälter vorgeschrieben werden. 
2. Wo eine geregelte unterirdische Ableitung der Abwässer 
Schwemnmkanalisation) besteht, sind für die Entwässerungsanlage die 
hierüber erlassenen besonderen Vorschriften maßgebend. 
Redürfnisanstalten. 
. Badestuben u iranstalten müssen Licht und Luft un— 
mittelbar von außen oder von einem oben offenen Lichtschacht erhalten. 
Innerhalb und unterhalb solcher Lichtschächte ist die Anlage von Bade— 
sluben und Bedürfnisanstalten unzulässig. In den vor dem Inkraft— 
treten dieser Baupolizeciordnung errichteten Gebäuden können für neu 
herzustellende Badestuben Ausnahmen hiervon zugelassen werden, wenn 
Einrichtungen zu wirksamer Entlüftung getroffen werden. 
2. Bedürfnisanstalten müssen eine Grundfläche von mindestens 
1am bei 0,80 m geringster Abmessung erhalten. 
3. Wo die Auswurfstoffe durch Wasser abgeschwemmt werden, sind 
für die Einzelheiten der zu diesem Zweck erforderlichen Ansagen die bier— 
über erlassenen besonderen Vorschriften maßgebend. 
4. Werden die Auswurfstoffe zur Abfuhr in regelmäßigen Zeit-— 
räumen angesammelt, so dürfen zu diesem Zwecke nur undurchlässige, 
dicht verschließbare Tonnen und Tonnenwagen vorwendet werden. Der 
Tonnenstand muß dicht umschlossen werden und einen undurchlässigen, 
alatten Fußboden erhalten. 
5. Die Anlage von Gruben für Aborte ist verboten.
	        
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