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Dritter Teil. Bau-Polizei

Full text: Polizei-Vorschriften für Rixdorf / Bluhm, Ewald (Public Domain)

1. Wo nachstehend der Abstand zwischen Gebäuden und Gebäude— 
teilen durch Eintragung eines Kreises festgesetzt wird, darf dieser in 
ganzer Bauhöhe durch Vorsprünge nicht beschränkt werden. Wo die Ab— 
stände zwischen Gebäude und Gebäudeteilen in anderer Weise vor— 
geschrielen sind, ist das Maß senkrecht zu den Umfassungswänden zu 
nehmen. In beiden Fällen bleiben Gesimsvorsprünge bis 0,30 m 
Ausladung außer Betracht. 
8. Die in dieser Verordnung für Eckgrundstücke gewährten Ver— 
günstigungen finden nur insoweit Anwendung. 22 dStraßenfronten 
in der Bauflucht gemessen: 
bei einem Frontenwinkel bis zu 2e die Länge von 69 m, 
bei einem Frontenwinkel von me ve Länge 
von 50 m, 
hei cinem Frontenwinkel von mehr o 
die Länge von 40 m 
nicht überschreiten. Eckgrundstücke, deren Fronenrnl miehr als 1859 
beträgt, gelten nicht mehr als Eckgrunditücke Sinne dieser Ver— 
ordnung. 
9. Die Höhe aller Gebäude auf dem Grundfstück darf unbeschadet der 
später folgenden Sonderbestimmungen die zwischen den Baufluchtlinien 
gemessene Vreite der Straße nicht überschreiten. In Straßen, welche 
nur an einer Seite für den Anbau bestimmt sind, findet diese Beschräu— 
kung keine Anwendung. Ist die Straßenbreite ungleich oder liegt ein 
Bebäude an mehreren Straßen, so findet Durchschnittsberechnung statt. 
10. Unter Höhe der Gebäude (Ziffer 9) wird das Maß von der 
Oberfläche des Bürgersteiges bis zur Oberkante des Hauptgesimses und, 
wo die Anlage einer Attika beabsichtigt wird, bis zu deren Oberkante 
berstanden. Bei geneigter Oberfläche des Bürgersteiges in der Längs— 
richtung der Frontwand ist das mittlere Höhenmaß in Rechnung zu stellen. 
11. Oberhalb der zulässigen Fronthöhe dürfen die Dächer über eine 
in einem Winkel von 45* zu der Front gedachte Luftlinie nicht hinaus— 
gehen. Wird der Aufbau von Türmen, Giebeln, Dachluken und dergl. 
auf einer Front über die zulässige Höhe hinaus beabsichtigt, so findet 
Durchschnittsberechnung für die Fronthöhe statt. 
12. Die höheren Aufbauten dürfen die zulässige Durchschnittshöhe 
nicht um mehr als ein Fünftel überschreiten und zusammen nicht mehr 
als der Gebäudefrontlänge einnehmen. 
13. Baulichkeiten auf Grundstücken, welche einer landhausmäßigen 
Bebauung vorbehalten sind (8 5), unterliegen den unter Ziffer 11 
und 12 vorgeschriebenen Veschränkungen nicht. 
Besoenbeare NVeaitimmungen. 
der Klasse J. 
Für Grundjftücke, welche an reaulierten Straßen oder Straßen- 
leilen belegen, mit geregelter Wasserführung (8 27) und mit geregelter 
unterirdischer Ableitung der Abwässer (7 260 Ziffer 2) versehen sind 
— Klasse J —, gelten folgende Bestimmungen:
	        
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