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Zweiter Teil. Ordnungs-Polizei

Full text: Polizei-Vorschriften für Rixdorf / Bluhm, Ewald (Public Domain)

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Auf unübersichtlichen Wegen, iusbesondere nach Eintritt der 
Dunkelheit oder bei starkem Nebel, beim Einbiegen aus einer Straße 
in die andere, bei Straßenkreuzinigen, bei scharfen Straßenkrümmungen, 
bei der Ausfahrt aus Grundstücken, die an öffentlichen Wegen liegen, 
und bei der Einfahrt in solche Grundftücke, bei der Annäherung an 
Eisenbahnübergänge in Schienenhöhe, ferner beim Passieren enger 
Brücken und Tore, sowie schmaler oder abschüssiger Wege, sowie da, wo 
die Wirksamkeit der Bremsen durch die Schlüpfrigkeit des Weges in 
Frage gestellt ist, endlich überall da, wo ein lebhafter Verkehr statt— 
findet, muß langsam und so vorsichtig gefahren werden, daß das Fahr— 
zeug nötigenfalls sofort und jedenfalls auf eine Wegstrecke von höchstens 
5 Meter zum Halten gebracht werden kann. 
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Der Führer hat entgegenkommende, zu überholende, in der Fahrt— 
richtung stehende oder die Fahrtrichtung kreuzende Menschen sowie die 
Führer von Fuhrwerten, Reiter, Radfahrer. Diec iber usw. durch 
deutlich hörbares Warnungszgeichen rechtzeitic Maben des 
Kraftfahrzeugs aufmertsam zu machen. 
Auch an unübersichtlichen Steslen 55 
zeichen zu geben. 
Das Abgeben von Warnunsgszeichen ist sofort einzustellen, wenn 
Pferde oder andere Tiere dadurch unrnhbig oder scheu werden. 
Warnungszeichen dürfen nur mit der eintonigen Huppe (8 3 
Abs. 1 Ziffer 4) abgegeben werden. 
DTas Abgeben langgezogener Huppensignale, die Aehnlichkeit mit 
Feuersignalen haben, ist nicht statthaft. 
Mertt der Führer, daß ein Pferd oder ein anderes Tier vor dem 
Kraftfahrzeuge scheut, oder daß sonst durch das Vorbeifahren mit dem 
Kraftfahrzeuge Menschen oder Tiere in Gefahr gebracht werden, so hat 
er langsam zu fahren sowie erforderlichenfalls anzuhalten und den 
Motor außer Tätigkeit zu setzen. 
Im Falle eines Zusammenstoßes des Kraftfahrzeuges mit Per— 
sonen oder Sachen hat der Führer sofort zu halten und die nach den 
Umständen des Falles gebotene Hilfe zu leisten. 
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Beim Einbiegen in eine andere Straße ist nach rechts in kurzer 
Wendung, nach links in weitem Bogen zu fahren. 
Der Führer hat entgegenkommenden Fuhrwerken, Kraftfahrzeugen, 
Reitern, Radfahrern, Viehtransporten oder dergleichen rechtzeitig und 
genügend nach rechts auszuweichen oder, falls dies die Umstände oder 
die Oertlichkeit nicht gestatten, so lange anzuhalten, bis die Bahn frei 
ist. Ebenso hat er anzuhalten beim Zusammentreffen mit marschieren⸗ 
den Militärabteilungen, öffentlichen Aufzügen, Leichenbegängnissen 
oder dergleichen. 
Das Vorbeifahren an eingeholten Fuhrwerken, Kraftfahrzeugen, 
Reitern, Radfahrern, Viehtransporten oder dergleichen hat auf der 
linken Seite zu erfolgen.
	        
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