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XVIII. Abschnitt. Beleuchtungswesen

Full text: Bürgerbuch für die Stadt Charlottenburg / Kuhlow, Gustav (Public Domain)

Beleuchtungswesen. 
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Alühlicht. 
a) Als Glühlampen sind ausschließlich solche mit Normal-Edisongewinden 
zu verwenden, ausgenommen s'no Dekorationslampen, für welche Mignon— 
Edison)gewinde)) zugelassen sind. 
Glühlampen dürfen in Räumen, in denen eine Erplosion durch Ent— 
zündung von Gasen, Staub oder Fasern stattfinden kann, nur mit dicht— 
schließenden Ueberglocken, welche auch die Fassungen einschließen, voer— 
wendet werden. 
Glühlampen, welche mit entzündlichen Stoffen in Berührung kommen 
können, müssen mit Schale, Glocken oder Drahtgittern versehen sein, 
durch welche die unmittelbare Berührung der Lampen mit entzündlichen 
Stoffen verhindert wird. 
Die stromführenden Theile der Fassungen müssen auf feuersicherer Unter— 
lage montirt und durch feuersichere Umhüllung, welche jedoch nicht 
stromführend sein darf, vor Berührung geschützt sein. Hartgummi und 
andere Materialien, welche in der Wärme einer Formveränderung unter— 
liegen, sowie Steinnuß sind als Bestandtheiel im Innern der Fassungen 
ausgeschlossen. 
Die Beleuchtungskörper müssen isolirt aufgehängt, bezw. befestigt werden, 
soweit die Befestigung nicht an Holz oder bei besonders schweren Körpern 
an trockenem Mauerwerk erfolgen kann. Sind Beleuchtungskörper 
entweder gleichzeitig für Gasbeleuchtung eingerichtet, oder kommen sie 
mit metallischen Theilen des Gebäudes in Berührung, oder werden sie 
an Gasröhren oder feuchten Wänden befestigt, so ist der Körper an der 
Befestigungsstelle mit einer besonderen Isolirvorrichtung zu versehen, 
welche einen Stromübergang vom Körper zur Erde verhindert. Hierbei 
ist sorgfältig darauf zu achten, daß die Zuführungsdrähte den nicht 
isolirten Theil der Gasleitung nirgends berühren. Beleuchtungskörper 
müssen so aufgehängt werden, daß die Zuführungsdrähte durch Drehen 
des Körpers nicht verletzt werden können. 
Zur Montirung von Beleuchtungskörpern ist gummiisolirter Draht 
(mindestens nach 8 156) oder biegsame Leitungsschnur zu verwenden. 
Wenn der Traht außen geführt wird, muß er derart befestigt werden, 
daß sich seine Lage nicht verändern kann und eine Beschädigung der 
Isolation durch die Befestigung ausgeschlossen ist. Querschnifte unter 
9.75 qmm sind unzulässig. 
Schnurpendel mit biegsamer Leitungsschnur sind nur dann zulässig, 
wenn das Gewicht der Lampe nebst Schirm von einer besonderen Trag— 
schnur getragen wird, welche mit der Litze verpflochten sein kann. 
Sowohl an der Aufhängestelle, als auch an der Fassung müssen die 
Leitungsdrähte länger sein als die Tragschnur, damit kein Zug auf die 
Verbindungsstelle ausgeübt wird. 
Auch sonst dürfen Leitungen nicht zur Aufhängung benutzt werden, 
sondern müssen durch besondere Aufhängevorrichtungen, welche jederzeit 
kontrollirbar sind, entlastet sein. 
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) Als Normal-Edisongewinde gill das vom Verband deuntscher Elektrotechniker in Vorschlag 
zebrachte Normalgewinde (Dep.-Veschl. vom 16. X. 1899)
	        
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