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IX. Abschnitt. Sonntags-Ordnung

Full text: Bürgerbuch für die Stadt Charlottenburg / Kuhlow, Gustav (Public Domain)

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Sonntags-Ordnung 
mehr nur zum Genuß an Ort und Stelle verkaufen dürfen, mithin im Ueber 
tretungsfalle ihre Bestrafung auf Grund des 5 1464 der R.-Gewe-O 
zu gewärtigen haben würden. 
Charlottenburg, den 27. Juni 1892. 
Königliche Polizei-Direktion. 
dy R. V. vom 28. Juli 1892. (A-Bl. S. 317.) 
In Abänderung der Nr. 1, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10, 11 der Verordnung 
vom 22. v. M., betreffend die Sonntagsruhe im Handelsgewerbe, und in 
Ausführung der 88 1056 Absatz 2, 1050, 410 der R.-Gew.-O. bestimme 
ich für die Stadt Charlottenburg pp. was folgt: 
Feststellung der gesetzlich zulässigen fünfstündigen 
Beschäftigungszeit. 
8 1. Im Handelsgewerbe dürfen Gehülfen, Lehrlinge und Arbeiter am 
ersten Weihnachts-, Oster- und Pfingsttage überhaupt nicht, im Uebrigen an 
Sonn- und Festtagen nicht vor T Uhr Vormittags und nicht nach 2 Uhr Nach— 
mittags, sowie nicht während der für den Hauptaottesdienst bestimmten Zeit 
beschäftigt werden. 
Sobald durch statutarische Best. für einzelne Zweige des Handels— 
gewerbes die zulässige Beschäftigungszeit über das gesetzliche Maaß eingeschränkt 
wird, verlieren die vorstehenden Vorschriften hinsichtlich dieser Gewerbezweiage 
ihre Gültiakeit!). 
Zulassung einer verlängerten Beschäftigungszeit. 
8 2. An den beiden letzten Sonntagen vor Weihnachten, dem letzten 
Sonntage vor Ostern und dem letzten Sonntage vor Pfingsten dürfen im 
Handelsgewerbe die in 51 Absatz 1 bezeichneten Personen, abgesehen von der 
ebendaselbst festgesetzten Zeit, noch von 2 Uhr Nachmittaas bis 6 Uhr Abends 
beschäftigt werden. 
Die gleiche Verlängerun Beschäftigungszeit findet 
mit Blumen und Kränzen auch an dem zum Gedächtniß der 
stimmten Sonntage, sowie am 31. Dezember, sosern dieser 
Sonntag fällt. Anwendung“) 
de 
Ausnahmen von der Regel des 81. 
F 3. 1. An denjenigen Sonntagen, an welchen im Handelsgewerbe die 
Beschäftigung der Gehülfen, Lehrliuge und Arbeiter während 5 Stunden zu— 
gelassen ist, darf deren Beschäftigung über den in 81 Absatz J vorgeschriebenen 
Zeitraum hinaus 
u) im Betriebe des Handels mit Back- und Konditorwaaren, mit Fleisch 
und Wurst, mit Milch, sowie im Betriebe der Vorkosthandlungen: 
schon um 5 Uhr Moraens beginnen, 
) Vergl. R.Pr.«V. vom 31. 111. 1894 betr. den Handel mit Brennmaterialien. S. 478 
» Vergl. hierzu die P.-V. 
a) vom 2. VII. 1892 
und Festtagen. S. 
vom 22. IX. 1893 
Sonutadge. S. 478 
detr. den Haudel mit Milch und frischen Blumen an Sonn 
477. 
bdetr. deu Handel mit Blumen und Kräuzen am Todtemest
	        
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