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IX. Abschnitt. Sonntags-Ordnung

Full text: Bürgerbuch für die Stadt Charlottenburg / Kuhlow, Gustav (Public Domain)

Zonntags-Ordnung. 
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deshalb darauf aufmerksam zu machen sein, daß sie sich strafbar machen, 
wenn sie nicht geeignete Vorkehrungen treffen, um die Entnahme der 
feilgebbtenen Gegenstände an Sonn- und Festtagen außerhalb der zu— 
lässigen Beschäftigungszeit unmöglich zu machen. 
Die Konditoren, die Kleinhändler mit Branntwein, sowie andere Kauf— 
leute, welche gleichzeitig eine Schankgenehmigung besitzen, sind in Be— 
ziehung auf ihren kaufsmännischen Betrieb den gleichen Beschränkungen 
wie die übrigen Kaufleute unterworsen. Wenn sie daher ihr kauf— 
männisches Gewerbe außerhalb der zulässigen Stunden betreiben, so ist 
ihre Bestrafung auf Grund des FJ 146a4 der Gew.O. herbeizuführen. 
Sie werden serner anzuhalten sein, in den Schaufenstern oder in den 
Ladenthüren Verkaufsgegenstände während der Stunden, während welcher 
der kaufmännische Betrieb untersagt ist, nicht zur Schau zu stellen. 
Berlin, den 10 Juni 1802. 
Der Der Der 
Minister Minister der geistlichen, Minister für 
des Unterrichts- und Medizinal— Handel u. Gewerbe. 
Innern. Angelegenheiten. 
J. R. V. vom 22. Juni 1892 —lage zum A.Bl. vom 24. Juni 1892. 
Vorstehende Anweisung bringee, bierdurch zur allgemeinen Kenntniß 
und bestimme gemäß derselben Folgendes., 
2. zu Nr. J. 3. Die Pause für den Hauptgottesdienst hat 2 Stunden zu 
hetragen; die Ortspolizeibehörden haben dieselbe so zu bestimmen, daß sie 
eine halbe Stunde vor Anfang des Gottesdienstes beginnt. 
zu Nr. J. 5a. Für Zeitungsspeditionen läuft die Beschäftigungszeit von 
Vormittags 4 bis Vormittags 9 Uhr. 
12. zu Nr. III. 26. Für Zeitungsspeditionen läuft auch an den unter 11 
genannten Tagen die Beschäftigungszeit von Vormittags 4 bis Vor— 
mittags 9 Uhr. 
Potsdam, den 22. Jui 0 
icenras-Präsident. 
Pol. Bet. vomn 62. (M. J. Bl. Nr. 150.) 
Vorstehendes brina! die Unterzeichnete hierdurch zur allgemeinen Kenntniß 
mit dem Hinzufügen daß als Pause für den Hauptgottesdienst in 
hiesiger Stadt die Zeit von 106is 12 Uhr Vormittagsfestgesetzt wird. 
Zu Ziffer 5 der vorstehenden R.-V. bemerkt die Unterzeichnete 
noch ausdrücklich, daß sie außer den vier Sonntagen vor Weihnachten, 
an denen eine verlängerte Beschäftigungszeit allgemein zugelassen ist, andere 
Sonn- oder Festtage für eine Erweiterung der Arbeitszeit im hiesigen Stadt— 
bezirk nicht freigiebt. 
Mit Bezug auf Nr. V 2 der vorstehenden Min.Anw. werden 
schließlich noch die Konditoreien, Kleinhändler mit Branntwein und andere 
naufleute, welche gleichzeitig eine Schankgenehmigung besitzen, besonders darauf 
aufmerksam gemacht, daß sie außerhalb der für das kaufmännische Gewerbe 
zugelassenen Stunden Gegenstände ihres Gewerbes nicht über die Straße, viel⸗ 
,D, Bestimmungen zu 1l und 4 bis 11 sind durch die unter d abgedruckte Rega, Bek. 
wom 28. VIi. 1892 abgeöndert und deshalb nicht abgedruckt.
	        
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