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VIII. Abschnitt. Gewerbe-Angelegenheiten

Full text: Bürgerbuch für die Stadt Charlottenburg / Kuhlow, Gustav (Public Domain)

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Gewerbe⸗Angelegenheiten. 
Für sämmtliche Gast- und Schlafzimmer wird eine lichte Höhe von 
mindestens 2,80 m erfordert. 
Für die Schlafzimmer sind mindestens 3 qm Bodenfläche und 12 chm 
Luftraum auf jeden einzelnen Gast zu rechnen. 
Gast- und Schankwirthschaften dürfen nur auf solchen Grundstücken 
errichtet werden, welche entweder an eine öffentliche Wasserleitung angeschlossen 
sind, oder einen eigenen Brunnen mit völlig ausreichender Wassermenge haben. 
8 5. Bei jeder Gast- und Schankwirthschaft muß die nöthige Anzahl 
mit den erforderlichen Einrichtungen für Abfluß und Luftreinigung versehener 
pPissoirs und Abtritte? vorhanden sein, zu welchen der Zugang nicht durch 
Wohn- oder Wirthschaftsräume, noch über die Straße führen und niemals 
behindert sein darf. 
Diese Bedürfnißanstalten dürfen keinen unmittelbaren Zugang zu den 
Schlafräumen haben, und ihre Einrichtung muß eine derartige sein, daß eine 
Verunreinigung der Luft in den Gastzimmern ausgeschlossen ist. Im Uebrigen 
kommen hinsichtlich der Entleerung und Reinhaltung ꝛc. derselben die in dieser 
Beziehung an dem betreffenden Orte bestehenden polizeilichen Vorschriften 
zur Anwendung. 
Berlin, den 26. August 1886. 
Der Minister des Innern. 
Bierdyuckynyrichtuugen. 
R.Pr.V. vom 25. Oltober 18899 — A.Bl. S. 454 5. 
Auf Grund der 88 137 und 139 des Gesetzes über die A. L.V. und 
der 88 6, 12 und 15 des Gesetzes über die P-Verw. vom 11. März 1850 
wird unter Zustimmung des Bezirksausschusses für den Regierungsbezirk 
Potsdam folgende P.-V. erlassen: 
J. Allgemeine Bestimmungen. 
8 1. Bei dem gewerbsmäßigen Ausschank von Bier dürsen nur solche 
Bierdruckvorrichtungen verwendet werden, bei denen als Druckmittel entweder 
reine atmosphärische Luft oder flüssige Kohlensäure oder einwandsfreies Wasser 
benutzt werden. 
Verboten ist die Anwendung von 
) Bierpumpen, welche das Bier unmittelbar aus dem Faß aufsaugen, 
) Handspritzen, Spritzhähnen und dergleichen, durch welche die Luft dem 
Biere in dem Trinkgefäß unmittelbar zugesührt wird, 
c) von gasförmiger an Ort und Stelle hergestellter Kohlensäure 
als Druckmittel. 
8 2. Die Bierleitungsröhren müssen vom Fasse bis zum Zapfhahn 
einen durchweg gleichmäßigen inneren Durchmesser von mindestens 10 Miillimeter 
haben. Sie dürfen nur aus reinem, nicht mehr als 1pCt. Blei enthaltenden 
Zinn oder aus Glas oder Aluminium hergestellt sein. 
sogenannte Stocher (das vom Spundaufsatze bis auf den Boden 
reichende Rohr), sowie die Zapfhähne können aus Messing hergestelll 
Der 
des Fasses
	        
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