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VIII. Abschnitt. Gewerbe-Angelegenheiten

Full text: Bürgerbuch für die Stadt Charlottenburg / Kuhlow, Gustav (Public Domain)

Bewerbe⸗Angelegenheiten. 
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gesetzten Fahrzeiten und die vorschriftsmäßigen Fahrgeschwindigkeiten inne zu 
halten und darf die Führung des Wagens Ünbefugten nicht überlassen. 
8 18. Langsam ist zu fahren vor und auf Brücken, sowie beim Passiren 
unübersichtlicher Streckenbiegungen oder Straßenkreuzungen. 
8 19. Zum Signalgeben ist der Wagenführer verpflichtet, beim Abgehen 
des Wagens von den Endpunkten der Bahn und von den Haltestellen, sowie 
kurz vor unübersichtlichen Straßenbiegungen oder Straßenkreuzungen 
8 20. Wenn Fuhrwerke, Reiter, Radfahrer und Fußgäͤnger sich in der 
Fahrtrichtung befinden oder derselben nähern, so hat der Wagenführer recht— 
zeitig Signal zu geben, langsam zu fahren und zu halten, sofern dies 
erforderlich ist, um Beschädigungen von Personen und Sachen zu vermeiden. 
z 21. Kreuzen die im 8 5 bezeichneten Wagen und Züge die Fahrt— 
richtung, so hat der Wagenführer in der Fahrt inne zu halten. 
8 22. Der Schaffner hat dafür zu sorgen, daß sein Wagen: 
a) die fahrplanmäßigen Abfahrts- und Ankunftszeiten einhält, 
) während der Dunkelheit sowohl im Innern, als nach Anßen voll⸗ 
ständig erleuchtet ist, 
während der Fahrt reinlich erhalten wird. 
8 23 Sobald die für den Wagen bestimmten Innen- und Außenplätze 
besetzt sind, darf der Schaffner weitere Personen zur Fahrt nicht aufnehmen. 
8 24. Nur an den Haltestellen ist der Schaffner verpflichtet, zum Auf— 
nehmen und Absetzen von Personen anzuhalten. 
Das Zeichen zur Weiterfahrt darf er nicht früher geben, als bis der 
Einsteigende den Wagen bestiegen und der Aussteigende mit beiden Füßen 
die Erde erreicht hat. 
Den Fahrgästen, insbesondere Kindern, weiblichen, alten und schwächlichen 
Personen hat er beim Ein- und Aussteigen behülflich zu sein. 
J 25. Der Schaffner hat auf die Beobachtung der in den 88 8 bis 13 
gegebenen Best. zu halten und erforderlichen Falls von der ihm durch 8 14 
verliehenen Befugniß Gebrauch zu machen. 
8 26. Der Wagenführer hat beim Verlassen seines Standes durch Ab— 
ziehen der Kurbel oder Anwendung sonstiger Vorrichtungen zu verhüten, daß 
der Wagen durch Unbefugte in Bewegung gesetzt werden kann. 
V. Straf- und Schlußbestimmungen. 
8 27. Zuwiderhandlkungen gegen diese Verordnung werden, soweit nicht 
nach sonstigen gesetzlichen Vorschriften, insbesondere nach 8F 366 Nr. 10 des 
R.St.“G.«B. eine höhere Strafe verwirkt ist, mit Geldstrafe bis zu 60 AM, 
im Unvermögensfalle mit verhältnißmäßiger Haft bestraft. 
828. Diese P.W. tritt sofort in Kraft. 
29. Die P.-V. vom 17. August 1896 — A.Bl. S. 406ff. — wird 
aufgehoben. 
Potsdam. den 5. März 1898. 
Der Regierungs-Präsident. 
Leichenfuhrrwesen (Leichenbestattung). 
P.-Pr. V. vom 16. August 1872. (M.Bl. S. 282 
Auf Grund der 88 5, 6 und 11 des Gesetzes über die P.Verw. vom 
11. März 1850 verordnet das Polizei-Präsidium nach Berathung mit dem
	        
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