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VIII. Abschnitt. Gewerbe-Angelegenheiten

Full text: Bürgerbuch für die Stadt Charlottenburg / Kuhlow, Gustav (Public Domain)

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Gewerbe-Angelegenheiten. 
lichen Bestimmungen finden auf den Wegemesser für die Umgegend entsprechende 
Anwendnng. 
In Fällen, wo für Fahrten außerhalb des Polizei-Bezirks erhöhte Fahr— 
preise zu zahlen sind (vergl. Tarif B), hat der Kutscher bei jeder Ueberschreitung 
der Grenzen des Polizei-Bezirks (auf Hin- und Rückfahrt), sowie beim Beginn 
und Schluß jeder Wartezeit, dem Fahrgast seine Uhr vorzuzeigen. 
Zurückerstattung des Fahrgeldes. 
843. Wird die Fahrt durch die Schuld des Kutschers oder durch einen 
in seiner Person sich ereignenden Zufall oder durch Beschädigung des Fuhr— 
werks unterbrochen, so hat der Kutscher das erhaltene Fahrgeld zurückzuerstatten. 
8 44. Ohne Anweisung des Fahrgastes darf der Kutscher, wenn nicht 
besondere, außer seiner Person liegende Veranlassung vorliegt, nicht anhalten 
und nicht vom Bock steigen. — Auch darf er weder die Zügel und die Peitsche 
aus den Händen lassen, noch die Führung des Fuhrwerks dritten Personen 
gestatten. 
8 45. Das Rauchen während der Fahrt, gleichviel, ob die Droschke 
besetzt ist oder nicht, ist dem Kutscher untersagt. 
8 46. Der Kutscher ist berechtigt, von dem Fahrgast oder von Demjenigen, 
der die Droschke vom Halteplatz abgeholt oder bestellt, vor Antritt der Fahrt 
die Bezahlung des niedrigsten, nach dem Tarif möglichen Fahrgeldes zu ver— 
langen. Verpflichtet aber ist er, den vollen Fahrpreis vor Ankunft am Ziele 
einzuziehen bei allen Fahrten nach den Theatern, den Eisenbahnhöfen, größeren 
Vergnügungs-Lokalen und sonstigen Orten, an welchen ein größerer Wagen— 
verkehr stattfindet. 
Fahrmarkéen. 
z3 47. Die Fahrmarken müssen nach Maßgabe der im Büreau der 
Königlichen-Polizei-Direktion ausliegenden Probe angefertigt sein und außer 
Höhe des Fahrgeldes, der Nummer des Wagens des Namens und der 
Wohnung des Konzessionars den Vermerk: 
Beschwerden sind bei der Königlichen Polizei-Direktion anzubringen. 
Königliche Polizei-Direktion 
enthalten. 
Sonstige Vermerke auf den Fahrmarken sind nicht gestattet. 
5 48. Der Fahrgast ist nur verpflichtet das Fahrgeld gegen Aus— 
händigung einer Fahrmarke zu berichten. — Jeder Kutscher ist verpflichtet, 
oor Antritt der Fahrt dem Fahrgaste unaufgesordert eine Fahrmarke von 
l Mark, nach beendeter Fahrt aber event. Fahrmarken in Höhe des erhobenen 
Fahrgeldes auszuhändigen; unterläßt er es, so macht er sich strafbar und hat 
auch keinen Anspruch auf Zahlung des Fahrgeldes 
Vorschriften den Troschkenverkehr auf den Bahnhöfen. 
z 49. 1. Jeder Kutscher, welcher sich mit seinem Fuhrwerk auf einem 
Eisenbahnhofe zur Aufnahme mit den Zügen ankommender Reisender ausstellt, 
hat die Blechmarke mit der Wagennummer an den dieselben einsammelnden 
Beamten nach genommener Aufstellung abzugeben. 
Kutscher, welche nach beendeter Abnahme der Marken noch auffahren, 
haben sich zuvor bei dem betreffenden Beamten unter Abgabe der Marke 
zu melden. 
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