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VIII. Abschnitt. Gewerbe-Angelegenheiten

Full text: Bürgerbuch für die Stadt Charlottenburg / Kuhlow, Gustav (Public Domain)

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Bewerbe-Angelegenheiten. 
J 1. Wer auf öffentlichen Straßen und Plätzen Droschken zu Jeder— 
manns Gebrauch in Betrieb setzen will, bedarf hierzu einer auf seine Person 
lautenden Konzession der Königl. Polizei-Direktion und für jeden einzelnen 
in Betrieb zu setzenden Wagen eines von derselben zu ertheilenden Erlaubniß— 
scheines, welcher die dem Wagen zugetheilte Nummer erhält, und welcher bei 
jeder Revision der Droschke abgestempelt wird. 
Die in Gemäßheit des Reglements d. d. Berlin, 20. Januar 1873 für 
Berlin ertheilten Konzessionen und Erlaubnißscheine haben auch für den 
hiesigen Polizei-Bezirk Geltung und finden auf die betreffenden Konzessionare 
und Droschkenführer die Best. des gedachten Reglements auch im hiesigen 
Polizei-Bezirk entsprechende Anwendung. 
Beschaffenheit der Wagen. 
3 2. Die Wagen müssen von gefälliger Form, dauerhaft und bequem 
gebaut, sauber lackirt, anständig ausgeschlagen sein und stets in einem vor— 
schriftsmäßigen, wie auch reinlichen Zustande erhalten werden. Die Wagen 
müssen nach folgenden Maaßen gebaut sein: 
1. Höhe der Wagen: 
u) vom Erdboden bis zum Auftritt. 
6) vom Auftritt bis oberen Theil der Schwelle. 
c) vom Fußboden der Wagen bis zur Sitzschwinge 
i) von der Sitzschwinge bis zur Decke . .. 
o) Höhe der Thür von der Schwelle bis zur Fensterstange . 
2. Aeußere Breite der Wagen: 
über den Sitzen von Armlehne zu Armlehne 
3. Länge der Wagen: 
a) äußere hintere Armlehne 
) äußere vordere Armlehne— 
) von Sitzschwinge zu Sitzschwinge 
i) Breite der Thüröffnung... — 
Diagonal-Entfernung der Sitzschwingen nach dem gegenüber— 
liegenden Fußboden ... 0,63, 
Es können die vorhandenen Droschken auch mit Schmierachsen, noch 
für die Dauer zweier Jahre nach dem Inkrafttreten dieses Reglements in 
Betrieb bleiben, zu dieser Frist aber müssen die zur Zeit belassenen Droschken 
außer Dieust gestellt werden. Neu einzuftellende Droschken müssen in Patent— 
achsen gehen, auf Federn ruhen, oder in Federn hängen und ganz oder halb 
verdeckt sein. 
Thüren und Fenster, sowie das Verdeck müssen sicher schließen. Zu den 
Fenstern darf nur geschliffenes oder Doppelglas verwendet werden. Falls die 
Wagenthüren nach der Zugseite aufschlagen, müssen die Wagen mit Koth— 
abgeäudert, daß die Signale mit der Glocke zu geben sind. An Stelle des 8 36 ist 
durch P. B. vom 6 XI. 1896 — A-Bl. S. 528 — jsolgende Bostimmung als 836 
getreten: „Von weiblichen Personen dürfen die Deckplätze nur daun bemiizt welrden, 
venn zu den elben cine mit Tritistusen, Setzstufen und Geländer versehene Treppe sührt.“ 
P.V. vom 1. V. 1886 betr. den Betrieb der Dampfstraßenbahnen, N. J. Bli Nr. 103. 
di -Pr.«V. voni 5. IIi. 1898 beir. die elektrischen Straßenbahnen in Charlottenburg, 
sowie die von VBerlin oder Charlottenburg ausgehenden und in den angrenzendeu 
Kreisen endigenden etekirischen Straßenbahnen S. 429. 
R. Pr. V. vom 16. VIII. 1872 betr. das Leichenfuührwesen (Leichenbestaltung). S. 3lsi. 
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