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IV. Abschnitt. Bau-Polizei

Full text: Bürgerbuch für die Stadt Charlottenburg / Kuhlow, Gustav (Public Domain)

VBau⸗Polizei. 
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fest umstampft werden. Ihre Entfernung von einander und von dem zu 
berüstenden Gebäude darf nicht über 33mm 50 ein beteagen. Bei Be— 
lastung der Gerüste sind die Rüstbäume entsprechend näher aneinander 
zu stellen. Soll ein Rüstbaum durch Verhindung mit einem anderen 
verlängert, (aufgesetzt, gepfropft“; werden, so müssen die Enden beider 
Bäume auf eine VLänge von mindestens ? im nebeneinander stehen und 
wenigstens zweimal durch Draht oder eiserne Ziehbänder verbunden sein. Der 
obere Rüstbaum muß auf einer Streichstange stehen und durch starke 
Knaggen unterstützt oder von Streichstange zu Streichstange bis zum 
Erdboden auf ein festes Unterlager abgesteift sein. Die Steifen müssen 
so stark sein, oder so mit dem unterenRüstbaum verbunden werden, daß 
sie sich nach keiner Seite hin biegen können. 
Mindestens an jedem Stockwerk des berüsteten Gebäudes, jedenfalls nicht 
mehr als 5m von einander entfernt, müssen zwischen den Rüstbäumen 
Längenverbindungen angebracht werden. Hierzu dürfen, wenn sie nicht 
belastet werden, angenagelte Bretter, wenn sie jedoch bhelastet werden 
sollen, Streichstangen, d. h. Baumstangen von der unter à angegebenen 
Stärke, benutzt werden. Sie müjsen »n den Rüsthaumen durch Kreuz— 
bänder von Strängen befestigt und gegen den Erdboden, wie oben bei 
angegeben, abgesteift sein. 
Bei Rüstungen, die äänger als 3 Monate stehen, muß jedes dritte 
Kreuzband von Eisendraht gefertigt werden. Ist eine Streichstange nicht 
so lang, daß sie mit sämmtlichen Rüstbäumen verbunden werden kann, 
und wird deshalb das Anstoßen einer zweiten erforderlich, so müssen die 
Enden der zusammengestoßenen Streichstangen nicht allein wenigstens 1m 
übereinander wegreichen, sondern es muß auch die Verbindung an einem 
Rüstbaum bewirkt und müssen die zusammengestoßenen Streichstangen zwei— 
mal unter sich undeinmal mittelst Strängen an dem Rüstbaum befestigt werden. 
Die Netzriegel, d. h. die Stangen, welche die Streichstangen mit dem 
Bauwerk verbinden und auf welche die Gerüstbretter gelegt werden, 
dürfen nicht über 2 m von einander entfernt sein. Deeselben müssen 
so befestigt werden, daß sie in ihrem Auflager nicht verschoben werden können. 
Der Gerüstbelag, d. h. die Gerüstbretter, welche den Fustboden der 
einzelnen Gerüstlagen bilden, müssen mindestens 3 in stark sein und so 
auf die Netzriegel gelegt und befestigt werden, daß die Bretter nicht auf— 
kippen oder ausweichen können. Tesgleichen sind sie so dicht anein— 
ander zu legen, daß dadurch das Durchfallen des Matexials verhindert 
wird. Die Gerüstlagen müssen ohne Ausnahme an der Außenseite mit 
mindestens 30 em hoher dichter Brüstung und in der Höhe von 1m 
über den Belag mit einem Handgeländer versehen sein. 
Eine Seitenverschiebung des ganzen Gerüstes muß durch Diagonalver— 
strebungen verhindert werden. Absteifungen von den Fahrdämmen aus 
sind nur mit besonderer Genehmigung soweit zulassig, als der Straßen— 
Verkehr bei ausreichend geneigler Steüung nach dem Hause zu es gestattet. 
Die zur Verbindung der Gerüstlagen dienenden Leitern müfssen aus ge— 
sundem, nicht überspähnigen Holz gearbeitet, mit unbeschädigten Sprossen 
versehen und an der Stelle, wo sie ausstehen, sowie an der oberen, wo 
sie anliegen, so befestigt werden, daß sie unten weder abrutschen, noch 
oben überschlagen können. Tas Biegen derselben muß durch befestigte 
Steifen verhindert werden. Stangengerüste können zu Bauwerken ieder
	        
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