Hcengeicheichte.
Ich bin dein Pilgrim und dein Bürger, wie alle nmieine
Väter. Psalm 39, 15.
hier keine bleibende Stadt, sondern die
zukänftige suchen wir. Ebräer 13. 14.
denn wir haben
In den Stürmen des 530jährigen Krieges war die alte
Brüderunität, die Rirche unserer Väter untergegangen. Was sie
on Anfang an gewesen, da sie aus dem von dem treuen Blut—
zeugen Johann Hus gesäten Samen hervorging, ein Märtyrer—
kirchlein, das äußerlich wenig gute Tage gesehen hat und in viel
Trübsal und Verfolgung seinem Herrn Treue hielt, das war sie
his an's Ende geblieben: treu bis in den Tod, darum aber auch
auserwählt geniacht im Ofen der Trübsal. Und in seinent
„Testament der sterbenden Nutter, der Brüderunität, die in ihrem
Stamm und einzelnen Teilen endend alle ihre von Gott anver—
trauten Schätze unter ihre Söhne und Töoöchter verteilt“, hatte
Amos Comenius, der Mann der Sehnsucht, wie er sich selbst so
treffend genannt hat, im Jahre 1650 die ergreifenden Worte
geschrieben: „Im Namen des Vaters, des Sohnes und des
heiligen Geistes! Geliebte Sohne und ihr alle, an die vielleicht
diese meine Stimme gelangen möchte, höret mich an! Was
ODrediger Jl, 4 geschrieben steht, daß „ein Geschlecht vergehet und
ein anderes Geschlecht beginnt,“ das erfüllt sich an allen, die jetzt
sind, die vor uns waren und die noch kommen sollen. Wir er—
scheinen auf dieser Welt, verweilen hier die uns zugemessene Feit
und treten dann wieder ab dahin, wohin er uns führt, an den
Ort des ewigen Bleibens. Und wie bei dem Einzelnen, so ist es
in jeder menschlichen Gesellschaft, in Häusern, Städten, König—
reichen und Kirchenverfassungen: überall geht eines unter und
das andere entsteht. Unter diesen Veränderungen ist auch die Feit
meines Unterganges gekominen, da ich um meiner Sünden willen