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Full text: Ortsrecht der Stadt Berlin-Schöneberg (Public Domain)

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8 10. 
Verkaufsverbote für die Händler. 
1. Nahrungs- und Genußmittel, welche während der Marktzeit verderben oder 
sonst ungenießbar werden, sowie Abfälle müssen in besonderen, verschließbaren Behältern 
aufbewahrt und dürfen während der Marktzeit nicht verkauft werden. 
2. Desgleichen ist der Verkauf aufgeblasener Tiere oder einzelner Teile verboten. 
811. 
Verkaufsbeschränkungen für die Händler. 
1. Wer Roßfleisch oder aus Roßfleisch hergestellte oder mit solchem vermischte 
Wurst oder hundefutter zum Verkauf stellt, muß dies durch eine gut sichtbare Tafel von 
60 Zentimetern Länge und 30 Zentimetern Breite mit deutlicher, mindestens 15 Zenti— 
meter hoher unverwischbarer Schrift ersichtlich machen und darf auf demselben Verkaufs— 
istande anderes Fleisch oder Wurst nicht feilhalten. 
2. Misch- und Kunstbutter (Margarine) oder ähnliche Ersatzmittel oder Nachbil— 
dungen von Butter sind von der Naturbutter abzusondern und durch Aufstellung einer 
Tafel mit der deutlich lesbaren Aufschrift: „Mischbutter“, „Kunstbutter“ usw. kenntlich 
zu machen. 
3. Unreifes Obst muß von dem reifen Obst getrennt und durch eine Tafel mit der 
deutlich lesbaren Aufschrift: „Unreifes Obst“ bezeichnet werden. 
A 
Vorschriften für das den Markt besuchende Publikum. 
1. Zweckloser Aufenthalt auf den Märkten ist verboten, soweit dadurch der freie 
Derkehr behindert wird. 
2. Das Sahren oder Schieben von Sahrzeugen aller Art und Reiten auf den Markt— 
plätzen während der Marktzeit ist verboten. 
3. Das Berühren der Lebensmittel mit Ausnahme des ungerupften Geflügels und 
der hasen im Sell vor erfolgtem Kauf ist untersagt. 
4. Das Mitbringen von hunden ist verboten. 
ð 13. 
Ordnung auf den Märkten, Marktpolizeibeamte. 
Derletzungen der guten Sitten und Störungen der öffentlichen Ruhe und Ordnung 
des Marktes sind verboten. 
Den auf Erhaltung der Ruhe und Ordnung sowie des freien Verkehrs auf den 
Märkten gerichteten Anordnungen der Aufsichtsbeamten ist unweigerlich Folge zu leisten. 
8 14. 
Aufräumung der Standplätze, Fortschaffung der Wagen. 
1. Sobald die Marktzeit vorüber ist, müssen die nicht verkauften und verabfolgten 
Waren, sowie die Verkaufsgerätschaften und Buden vom Marktplatze entfernt werden. 
2. Spätestens 1 Stunde nach Marktschluß müssen die Marktplätze von allen Waren, 
Abgängen und Gerätschaften und die Straßen in ihrer Nähe von jeglichem Marktfuhrwerk 
frei sein. 
3. Die Standinhaber sind verpflichtet, die Marktstände und die Hälfte der vor ihnen 
liegenden Wegebreiten ordnungsmäßig aufzuräumen, wobei sie alle Abgänge, sowie Papier 
und Unrat in dichten gutverwahrten Behältern zu sammeln und mitzunehmen haben. 
4. Ein Abbauen vor Schluß der Marktzeit ist nur ausnahmsweise mit Genehmigung 
und nach näherer Anweisung des Marktpolizeibeamten zulässig. 
5. Wagen und Geräte, welche noch nach der in Ziffer 2 bestimmten; Zeit auf den 
Märkten lagern, werden durch die Marktverwaltung auf Kosten und Gefahr der Eigen— 
tümer fortgeschafft.
	        
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