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Full text: Ortsrecht der Stadt Berlin-Schöneberg (Public Domain)

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VI, 6.2 haus- und Rrankenordnung 
für das städtische Auguste-Viktoria-Krankenhaus Schöneberg. 
31. 
Das städtische Auguste-Dittoria-Krankenhaus zu Schöneberg ist eine öffentliche 
Krankenanstalt, welche unter der ufsicht der Krankenhaus-Derwaltungsdeputation steht 
und zur Aufnahme von Kranken, ohne Rüchsicht auf die Art der Erkrankung, bestimmt ist. 
82. 
Zur Aufnahme gelangen männliche wie weibliche Kranke ohne Unterschied der 
Konfession. Ausgeschlossen von der Aufnahme sind in der Regel Kinder unter1 Jahr. 
Im Krankenhaus werden ausschließlich Kranke behandelt, nicht aber werden Ge— 
sunde, Sieche oder Altersschwache verpflegt. 
83. 
Jeder in das Krankenhaus aufgenommene Kranke ist verpflichtet, den Bestimmungen 
der hausordnung sowohl, als auch den besonderen Anordnungen seitens der Urzte und 
des Derwaltungspersonals aufs pünktlichste nachzukommen. 
Zuwiderhandlungen werden mit den in der hausordnung vorgesehenen Strafen 
belegt. (Siehe 8 17.) 
J 4. 
Jeder Aufzunehmende hat sich beim Torwart am Haupteingange zu melden, 
von welchem er in das Aufnahmezimmer verwiesen wird. 
Wenn seine UAufnahme feststeht, hat der Kranke im Aufnahmezimmer seine Perso— 
nalien anzugeben, und etwaige Gelder und Wertsachen abzugeben, worüber er eine 
Bescheinigung erhält. 
Behält ein Kranker derartige Gegenstände trotz Aufforderung zur Abgabe zurück, 
so übernimmt das Krankenhaus hierfür keine haftung. 
In der Zeit von 7 Uhr abends bis 8 Uhr morgens finden Krankenaufnahmen nur 
in dringenden Sällen statt, worüber der Arzt vom Dienste entscheidet. 
8 5. 
Nach erfolgter Unterbringung in der betreffenden Krankenabteilung hat sich jeder 
Kranke nach Anweisung des Pflegepersonals, wenn nötig, unter dessen Beihilfe, und, 
soweit es die Krankheit erlaubt, aufs gründlichste durch ein Vollbad zu reinigen. 
Sodann wird der Kranke mit frischer Wäsche versehen und ihm ein bestimmtes frisch 
überzogenes Bett zugewiesen. 
Die in die Anstalt mitgebrachten Kleidungsstücke werden in dem Kleidermagazin 
bis zum UAustritt des Kranken in Verwahrung genommen. 
UÜber die Kleidungsstücke wird von der betreffenden Warteperson ein genaues 
Derzeichnis aufgestellt, welches dem Kranken bei seiner Aufnahme behufs Anerkennung 
der Richtigkeit zur Unterschrift vorgelegt wird. 
86. 
Jedem Kranken muß sachgemäße Behandlung und gewissenhafte Ausführung der 
ärztlichen Vorschriften seitens des Pflegepersonals zuteil werden. Er ist verpflichtet, 
durch unbedingte Befolgung der in Ausführung dieser Vorschrift nötigen Maßnahmen 
und Anordnungen das Pflegepersonal nach Kräften zu unterstützen. 
87. 
Die verordneten Arzneimittel werden dem Kranken durch das Pflegepersonal ver— 
abreicht. Der Kranke darf unter keinen Umständen irgendwelche anderweitigen Mittel 
als die ihm verordneten anwenden.
	        
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