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V. Tiefbauverwaltung

Full text: Ortsrecht der Stadt Berlin-Schöneberg (Public Domain)

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der Haube und dem Rohrrande muß die freie Offnung die doppelte Querschnittsfläche 
des Lüftungsrohres besitzen. 
Die Cinführung von Lüftungsröhren in gemauerte Röhren (ausgenommen FSabrik⸗ 
schornsteine) oder in hausentlüftungsschlote ist verboten. 
Bei kurzen Anschlußleitungen von einem Einguß oder dergleichen kann, sofern 
durch geeignete Vorkehrungen ein Aussaugen des Geruchverschlusses ausgeschlossen wird, 
die Anbringung einer Lüftungsleitung erlassen werden; ihre herstellung kann jedoch 
jederzeit nachträglich angeordnet werden. 
c) Regenfallröhren. 
Sämtliche unterirdisch in die Straßenleitungen entwässernden Regenfallröhren 
sind zur Lüftung der Straßenleitungen und Ableitungen ohne Geruchverschluß bis zum 
Dach durchzuführen. Nur wenn die Regenröhren unter oder in unzulässiger Nähe von 
Fenstern bewohnter Räume enden, ist ein frostsicherer, zugänglicher Geruchverschluß 
anzubringen. Die Anbringung eines Geruchverschlusses kann jederzeit vorgeschrieben 
werden. 
819. 
Frostschutzder Leitungen. 
Die Leitungen mit allen Nebenleitungen müssen frostsicher verlegt werden. Außer⸗ 
halb der Gebäude muß die Deckung über dem Rohr mindestens 0, 80 m betragen. Inner⸗ 
halb der Gebäude in nicht frostfreien Räumen sind die Leitungen in geeigneter Weise 
gegen Einfrieren zu sichern. Sallröhren mit ihren Eingüssen, Geruchverschlüssen usw. 
sollen grundsätzlich an Innenwänden angebracht werden. 
gz 20. 
Putzöffnungen. 
In einer Entfernung von höchstens 2mm hinter der Bauflucht ist eine luftdicht ver⸗ 
schlietzbare Putzöffnung (Revisionskasten) in der hauptableitung anzubringen. Liegt 
diese Offnung versenkt, so ist sie durch einen wasserdichten Schacht von 100 70 cm 
Weite oder 90cm Durchmesser zugänglich zu machen, in dem Steigeisen anzubringen sind. 
Diese Putzöffnung darf nur von den Beauftraqgten der Polizeibehörde oder des Magistrats 
geöffnet werden. 
Auch an anderen Stellen sind luftdicht verschließbare Putzöffnungen anzuordnen, 
damit bei Betriebsstörungen das Anhauen der Leitungen vermieden wird. Reinigungs⸗— 
schächte mit offenem Durchfluß sind nur mit besonderer Genehmigung zulässig. 
821. 
Fettfänge. 
Bei der Ableitung aus Räumen, die fetthaltige Abflüsse in größerer Menge liefern 
(3. B. Metzgereien, Wurstküchen, größere Kochküchen usw.) müssen zum Abfangen der 
Fettstoffe ausreichende Fettfänge eingeschaltet werden. Die Settfänge sollen möglichst 
nahe an den Eingußstellen liegen. Sie müssen luftdicht verschlossen sein, aus Gußeisen 
bestehen, ausreichende Kühlflächen besitzen, mit zugänglichen Putzöffnungen versehen 
sein und vorschriftsmäßig entlüftet werden. Sür große Betriebe können gemauerte 
Fettfänge zugelassen werden. 
8 22. 
Hofeinläufe. 
Die hofeinläufe sind mit einem Rost von höchstens 15 mm lichter Weite zwischen 
den Stäben, mit Geruchverschluß sowie mit einem Sandfang zu versehen. Bei Einläufen 
im Freien muß der Wasserspiegel des Sandfanges mindestens 0,8 m unter Oberkante 
und mindestens 50 cm über der Sohle liegen. Die Weite des Sandfanges muß mindestens 
30 em betragen, eine größere Weite als 50 cm muß besonders genehmigt werden. Der
	        
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