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Zille-Fräuleins

Full text: Das Zillebuch / Ostwald, Hans (Public Domain)

„Gnädiges Fräuleim haben solch interessante Blässe.‘ 
„Wat heeßt Weihnachtsboom — ’nen Bandwurm hab’ ick. 
Aber wenn ick’n mal zu fassen kriege, dreh’ ick’n det Jenick 
um — dann hat er ausjesung’n!“ 
Und wenn einer sie zu Unrecht und zweideutig fragt, ob 
sie „Stütze der Hausfrau‘ wären, dann bekommt er zur 
Antwort: 
„So sehn Se ooch aus! Da bilden Sie sich woll noch was 
druff in? Ick brauche keene zu ‚stützen‘, Jott sei Dank, ick 
habe mein Bräutijam for mir alleene!“ 
Sie wissen, was sie tun. Mutter fragt: 
„Aba Trude, mitten in de Woche ziehst du een reenes 
Hemde an?“ 
„Ja, Mutter, ick will doch mal mit'n Hauswirt über een 
kleen’ Mietsnachlaß sprechen!“ 
Und wenn der Freund mißtrauisch wird, wissen sie sich zu 
rechtfertigen (Bild 29): 
„— und vorige Woche sollste auf der Radiodiele die 
Nackttänzerin jemacht hab’n?“ 
„Sache! — aber gestatte Emil — immer mit dem Braut- 
schleier!‘“ 
Sie sind es, die auch das Freibad beleben (Bild 13, 104 
u. a.) und dort vergnügt herum schwärmen: 
„Du bist doch die Juste aus de Ackerstraße?“ 
„Sache — zeige Badekluft — darf nich ins Wasser.‘ 
„Weeßte, Dickerchen, uff dir sitzt sich’s besser wie uff 
die Jummibiester — biste ooch von hinten uffgepust?“
	        
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