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Eine Bestie. (Der Frauenmörder Karl Großmann)

Full text: Tiermenschen / Hyan, Hans (Public Domain)

außerordentlich streng gehandhabt wurde, immer von 
neuem in Raserei geraten metzte Allain der un— 
gewohnte Zwang zu harter Nrbeit —“ßte yn in dauernde 
Exaltation versetzen. Es se jc mertwürdig, wie nervös 
und reizbar selbst die Individuen mit starker Physis oft 
werden, die sonst nie oder doch nur wenig gearbeitet 
haben, wenn man sie im Arbeitshaus oder Gefängnis 
zur regelmäßigen und anstrengenden Arbeit anhält. Dazu 
kommt ein wmal, hemmend und lähmend, der Ürger, die sich 
steigernde Wut über den niemals als notwendig begrif— 
fenen Zwang; außerdem das recht oder nicht voll erfüllte 
„Pensum' das zu damaliger Zeit wenigstens wie eine 
Gewitterwolke üher dem Hauet ;350 5 Gefangenen schwebte. 
Gab es doch noc *is geger Ean rgangenen Jahr⸗ 
hunderts in den Tr e gen mehrfach 
nicht erfüllter 55 —ñgen es sich 
die Freunde der Ane Nrügelstrafe 
gesagt sein lassen! Aßhem Gefengenen, dem Schwer— 
verbrecher, den nan dazu mit einer duen Hose bekleidete 
und in den Bock annte, verabreichten 23 30 Stockhiebe 
haben eine Menge vor Gefoergenen erst zu Unverbesser— 
lichen gemach? haber i were Verbrechen hervor— 
gerufen und so men 79 lIosem Menschenkinde später 
das Leben gekoste! 
Großmann, der wahrl'“ »*inerls Mitgefühl hervor— 
zurufen fähig war, hat 55 e“hr Frügel gekriegt, als 
manch anderer vertr ger t Er ist monatelang in 
Ketten gelegt worden ohnc jedee Erfolg einer Verung. 
Kaum aus dem „ ter h ürzte er seine 
Mitgefangenen, aus — sie. 
Die Anlässe dazu waren )er 
Was den nicht wundern kann, der weiß, daß beim 
Hysteriker. Epileptiker oder Epileptoiden, der Großmann 
zweifellos war, der Anlaß zum Ausbruch einer Affekts— 
Hdan, Tiermenschen.
	        
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