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Dreifacher Mord am hellen Tage. (Der Fall Trenkler)

Full text: Tiermenschen / Hyan, Hans (Public Domain)

eines Tages zu dem alten Vater, der entsetzt fragte: „Ja, 
bist du denn überhaupt noch ein Mensch —“ Und tat— 
sächlich fand sich denn auch jetzt, wie die Beamten seine 
Stube revidierten, Arsenik, Schweinfurte“ Hrün und Zy— 
ankali in erheblichen Mengen vor 
Trenkler war durch nichts einzruschüchtern. Er drohte 
fortgesetzt: „Ihr wer't schon nock sehn, was Ihr an mir 
habt! Was ich alles auf der Sochschun der Verbrecher 
(in Waldheim) gelernt habel Lch r mal was, 
wovor sich die ganze Welt entsetzen sal Und Ihr, 
Ihr sollt noch Wunderdinge erleben! Ick Euch so 
weit, daß Ihr wie die Bettler vom Hof gehr .“ Sein 
Schwager, der ihn eines Nachts wieder »nterm Sofa des 
Zimmers, in dem der Geldschrank stand hervortrieb und 
ihn zur Nede stellte, der erzählte mir diest Gzene: von dem 
Ausdruck en'tsctzlicher tierischer Wut, der dabei auf 
Trenkle 8csicht lag, könne man sich keine Vorstellung 
machen Er hätte ihm denn auch vor einiger Zeit 
nahegele, oaß in seinem Kopf doch nicht alles richtig sein 
könne; eh solle sich doch zeitweilig in eine Irrenheilanstalt 
begeben. Trenkler hat sich dazu, in voller Einsicht seiner 
krankhaften Zustände, auch bereit erklärt; und sie hätten 
alsdann nach Bethel bei Bielefeld geschrieben deswegen; 
von dort sei aber nach einiger Zeit der Bescheid gekommen: 
Treukler, der als gemeingefährlich gel, könne nicht auf— 
genommen werden. 
Aber nicht allein die effenbar- hereditäre Belastung 
in psychischer Hinsicht kommt „ier zXyroge. Auch die weit 
vorgeschrittene Schwindseicht D6ñö muß in Rech— 
nung gezogen werden. Ich 1b5. ich da auf eine 
einschlägige Arbeit des Oirekters der Irrenanstalt Fried— 
richsberg bei Hamburg, Professor Dr. W. Weigandts, 
—AV 
Psychosen spricht, die nur noch in der Irrenanstalt ent— 
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