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Dreifacher Mord am hellen Tage. (Der Fall Trenkler)

Full text: Tiermenschen / Hyan, Hans (Public Domain)

zum Schrecken der eigenen Familie gemacht hat ... „Ich 
liege im Bete und wache ‚lötzlich auf,“ erzählt der alte 
Mann Snt wie ich mich aufrichte, dc sche ich, daß 
Oswald den 8eus unter meinem Bett vorstr ...“ 
Aber der Vater hat ihm dann doch wieder Geld 
gegeben; und wiederholt kam es vor, daß diese Väubereien 
gelangen, daß der Unheimliche, der nachts ins Vaterhaus 
einbrach, es beim grauenden Tag mit verbrecherisch ge— 
füllten Taschen heimlich und ungesehen verließ ... Ein— 
mal brach er auch bei dem benachbarten Bauer ein, und 
da erstattete der eigene Vater die Strafanzeige — er 
sagte mir des, und es tat ihm jetzt nach so langer Zeit 
noch weh. 
Zwei Jahre fhäter nach verbüßter Strafe, nahm man 
Trenkler im Vetent cuf wie einen Sohn, nicht wie 
einen Verbrecher ver schon von da an scheint alles 
Besserungsfäh?ge .. Ete in ihm erstordben. Und weil 
seinem steten Verlencen nach Geld nicht zu entsprechen 
war, warf er alsbol! cinen wütenden Haß auf seine An— 
gehörigen, vor allem cuf den Bruder, der in der Gegend 
ein Gut besitzt, und den Oswald, wie er immer wieder 
beteuerte, die feste Absicht hatte, ums Leben zu bringen. 
Das Geld, das er fast nur cf unrechtmäßige Weise 
erwarb, diente zur Befriediguns zeiner erwiesenen Groß— 
mannssucht. Denn sein Wuni? Sar 8, it Gold und 
Edelsteinen in der Gesellschaft reicher Leute zu glänzen. 
Dazu half ihm eine cußerore n9 Schmiegsamkeit im 
Umgang mit Frander — 65rachgewandtheit 
und eine Beher nach seinem 
Bildungsgang c ernen in der 
Stille der Gefagn gelang ihm 
so, reiche und gebe h —nnen, ja mit 
einer, der Tochter ein? Ziegeleibesitzers, ein Verlöbnis 
einzugehen. 
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