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Full text: Tiermenschen / Hyan, Hans (Public Domain)

keit der Sicherheitsorgane aus der Nähe beobachten durfte, 
kann diese unermüdliche Arbeit und Aufopferung voll 
würdigen! 
Ich habe die Gerichtsverhandlungen, die den Mör— 
dern ihr Urteil brachten, mit angehört. Und wenn an 
solchen, wie auch an andern Punkten meine Kritik ein⸗ 
setzt und manchmal hart und schonungslos scheinen mag, 
so ist, was ich sage, doch stets nicht nur der Ausdruck 
ehrlichster Aberzeugung, sondern meine Thesen stützen sich 
immer auf die Resultate der nie müden Arbeit des Ler— 
nens und der Beobachtung, die mein Leben ausfüllten. 
Den Fall Großmann konnte ich ohne Deutlichmachung 
seiner Sexualexzesse nicht schildern. Ich habe mich, wo 
mein eigenes Empfinden es gebot, der lateinischen Sprache 
bedient und diese Ausdrücke und Sätze im Wörterver— 
zeichnis absichtlich nicht verdeutscht. 
Wertvolle Hinweise und Anregungen verdanke ich 
für diese Arbeit dem jungen Psychiater Dr. Kronfeld 
(Berlin), der in der Zeitschrift für Sexualwissenschaft 
(Sonderabdruck aus Bd. 9, Heft 5, 1922) eine vorzügliche 
Studie über diesen Sexualverbrecher veröffentlichte. 
Den Franzosen Landru habe ich in diese Sammlung 
aufgenommen, einmal, weil es bisher noch keine auf dem 
Waterial der Pariser Gerichtsakten fußende Darstellung 
seiner Verbrechen in deutscher Sprache gibt. Dann aber 
auch, weil in der Kriminalgeschichte aller Zeiten meines 
Wissens ein derartiger Fall (SHeiratsschwindler und 
Massenmörder) nicht da war, und weil die Figur des 
Landru so ungewöhnlich interessiert. 
Berlin-Charlottenburg, im JZuli 19024. 
Hans Hhan.
	        
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