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Falsches Papiergeld

Full text: Berliner Gauner / Klaußmann, Anton Oskar (Public Domain)

Steindrucker in einer großen Verlagsanstalt be— 
schäftigt sei. Auf vorsichtige Nachfrage daselbst er— 
fuhr man folgendes: Schon seit Jahresfrist habe 
die Firma die eigene Druckerei aufgegeben und lasse 
jetzt in Leipzig arbeiten N. drucker und Buch— 
binder, unter ihnen auch eine ons Nagel, seien 
entlassen worden. Da aber Schiffmann sechzehn 
Jahre in dem Geschäft tätig gewesen, hatte man 
ihm und einem andern Arbeiter, der über zwanzig 
Jahre in dem Geschäft gearbeitet hatte, Meyer hieß 
und ein gänzlich unbescholtener Mann war, eine 
Anzahl Pressen und Platten überlassen. Die beiden 
Steindrucker hatten diese Sachen in einer eigenen 
Wohnung in der Kirchstraße aufgestellt und be— 
sorgten dort für die Firma die kleineren Arbeiten 
für die sogenannte „Stadtkundschaft“. 
Das nächste, das nun geschah, war, daß Schiff⸗ 
mann und Meyer beobachtet wurden, um möglicher— 
weise einen Werkehr mit verdächtigen Personen fest⸗ 
zustellen. was im voraus bemerkt, vorläufig nicht 
gelang. 
Jonas betrachtete seine Rolle als „Kaufmann 
Herzfeld aus Stiuttgart“ als ausgespielt. Der einzige 
Eingeweiht Gescstsreunde“ war Nagel und 
dieser mißtrarrt —aris, höchste, lieferte ihm keine 
Falsifikate aus un oertröstete ihn mit allerlei 
Redensarten. Jonas laubte jetzt seine Kräfte an 
anderer Stelle besser verwenden zu können. Er er— 
klärte daher den Verdächtigen, er könne nicht mehr
	        
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