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Falsches Papiergeld

Full text: Berliner Gauner / Klaußmann, Anton Oskar (Public Domain)

mit achtbaren Menschen, und Jonas fing schon an, 
gelinde zu verzweifeln, als er entdeckte, daß Gehler, 
trotzdem er ständig bei einer der Töchter draußen 
im Vororte wohnte, dennoch eine eigene Wohnung 
im vierten Stockwerke eines Hauses im Osten der 
Stadt habe. 
Jonas strengte die eifrigsten Nachforschungen 
über die Berechtigung dieser Wohnung an, welche 
jedoch ebenso wie sämtliche Hausbewohner laut 
Nachweisen der Revierpolize: unverdächtig war. 
Gehler empfing in seiner Wohnung keine Besuche, 
trotzdem er sich stundenlang dort aufhielt und schien 
sie eben nur als Absteigequartier zu benutzen. 
Etwas besonders Auffälliges war eigentlich in 
diesem Umstande nicht zu finden, denn Hunderte 
von Menschen, die in den Berliner Vororten wohnen, 
haben solche Absteigequartiere in der Stadt. Dem 
Kriminc“5 war aber kein Umstand zu klein, 
um ihn u5.qtigt zu lassen; er setzte deshalb 
die Beobace Gehlers um so energischer fort. 
Das ResaAllat derselben war ein durchaus nega— 
tives und Jonas von der andauernden Anstrengung 
körperlich so erschöpft, daß er selbst die ganze Sache 
aufzugeben und einen andern Angriffspunkt für 
sein Unternehmen aufzusuchen beschloß. Noch einen 
Tag, den letzten, wollte er Gehler „beobachten“. 
Schon um 5 Uhr früh war Jonas draußen in 
N.dorf und beobachtete das Haus, in welchem Gehler 
wohnte. Dann fuhr er mit ihm in demselben
	        
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