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Berliner Nachtcafés. Eine Skizze nach dem Leben

Full text: Berliner Gauner / Klaußmann, Anton Oskar (Public Domain)

Jahren —Sthaus davon und ist jetzt wieder auf 
freiem 53. 
SWVeamte nickte nach dem Mann herüber, von 
dem cben gesprochen hatte, und dieser hatte eben— 
falls den Beamten gesehen und grüßte höflich mit 
der Hand herüber. 
„Sie scheinen gut Freund mit all diesen Leuten 
sein,“ segte ich dem Beamten. 
„Gewitt,“ entgeanete dieser, „was sollen die Leute 
gegen mith haben. So viel Verstand haben sie auch, 
um sich zu sagen, daß ich sie nicht in früheren Zeiten 
zu meinem Privatvergnügen und um ihnen zu 
schaden verhaftet habe, sondern daß ich meine Pflicht 
erfüllen mußte und da ich die Leute anständig be— 
handelt habe, glaube ich, stehe ich sogar in einer 
gewissen Achtung bei ihnen.“ 
„Es ist mir aber doch bekannt,“ erklärte ich, 
„daß erst neulich ein Beamter von einem Ein— 
brecher, den er in einem Keller traf und verhaften 
wollte, mit einem Messer niedergestochen und schwer 
verletzt wurde.“ 
„Das ist ein Ausnahmefall,“ erkärte der Beamte, 
„und vielleicht der Kollege der jenen Einbrecher 
verhaftete, nicht ganz ohne Schuld. Soviel ich weiß, 
hatte sich der Einbrecher eben etwas zu essen bestellt, 
als der Beamte auf yretcat und ihn verhaftete. 
Der Arretierte erklärte, daß er ihm ruhig folgen 
wolle, er bäte aber um die Erlaubnis, noch vorher 
essen zu dürfen, es sei dies doch die letzte anständige 
zu
	        
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