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"Pennbrüder"

Full text: Berliner Gauner / Klaußmann, Anton Oskar (Public Domain)

sich kein anderweitiges terkommen verschafft hat 
und auch nicht nachmwon kann, daß er solches der 
von ihm angeweandt⸗na hungen ungeachtet nicht 
vermocht habee ige können bezw. müssen 
nach verbüßter Stegfe der Landespolizeibehörde über— 
wiesen werden. Die Landespolizeibehörde erhält 
hierdurch die Befugnis, die verurteilte Person ent— 
weder bis zu zwei Jahren in ein Arbeitshaus unter— 
zubringen oder zu gemeinnützigen Arbeiten zu ver— 
wenden. Dies sind die gesetzlichen Bestimmungen, 
welche gegen die Angeklagten zur Anwendung 
kommen. Dieselben geben ihr Nationale an, und 
dies ist der wichtigste Passus der ganzen Verhand— 
lung. Es gibt nämlich Individuen, die sich gern 
unter falschem Namen verurteilen lassen, damit ihnen 
ihre Vorstrafen nicht in LinrAuniing gebracht und 
sie nicht der Landespolizeibehörde überwiesen werden. 
Die Personalkenntnis des Richters verhindert indes 
dieses „Segeln unter fremder Flagge“, soweit dies 
überhaupt möglich ist. Uralte Stammgäste werden 
vom Richter auch besonders begrüßt. 
„Na, Müller! Auch wieder da? Das wievielte 
Mal ist es denn?“ 
„Na, Herr Rat, ick denke. et wird det vierunnein⸗ 
zigste Mal sind!“ 
„Nein, Müller, es ist mindestens das fünfund— 
neunzigste Mal, daß Sie hier unter derselben An—⸗ 
klage des Landstreichens und der Unterstandslosigkeit 
erscheinen!“
	        
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