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Falsches Papiergeld

Full text: Berliner Gauner / Klaußmann, Anton Oskar (Public Domain)

Auf einem Bett im Nebenzimmer aber saßen 
fünf andere Personen welche vor Schreck über das 
Erscheinen der dre mitcalbeamten wie gelähmt 
waren. Es waren dies zwei Russen, Mitglieder der 
internationalen Rubelfälschergesellschaft, ein Berliner 
Stubenmaler mit seinem Sohne und — Schiffmann. 
Ein herrliherer Fang hätte der Polizei nicht 
glücken können. Unverzüglich wurde Gehler einer 
Leibesuntersuchung unterworfen. 
Er ließ sich ruhig revidieren und erklärte: „Ich 
habe keine Waffe bei mir!“ 
„Die suchen wir auch nicht, lieber Mann, sondern 
Gift. Sie stehen als Greis vor einer langjährigen 
Zuchthausstrafe, und es wäre uns unangenehm, 
wenn Sie sich der Gerichtsverhandlung durch Selbst⸗ 
mord entzögen!“ 
„Ich habe nichts Derartiges bei mir, meine 
Herren,“ erklürte Gehler, „wir waren alle nicht darauf 
gefaßt, daß Sie uns so früh entdecken würden!“ 
Eine genauere Revision der Wohnung mußte 
vorläufig aufgeschoben werden; vor allem galt es, 
die sechs Personen zur Haft zu bringen. 
Die rasch angestellte Untersuchung ergab das 
Vorhandensein von mehreren tausend Stück zur 
Ausgabe fertiger Fünfmarkscheine; in dem photo— 
graphischen Apparat befanden sich außerdem die 
noch nicht ganz vollendeten Platten zum Druck von 
russischen Fünfundzwanzigrubelnoten. 
Es blieb nichts anders übrig, als einen Beamten
	        
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