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6. Betrügereien und Schwindeleien, Wucherer, Bauernfänger und Falschspieler

Full text: Berliner Polizei und Verbrechertum / Lindenberg, Paul (Public Domain)

Berliner Polizei und Verbrecherturn. 
der großen Hotels die r penuenswerte Er— 
sparnisse verfügen vrer Meuschenkennt⸗ 
nis, trotz ihrer Fer je erencr wieder und 
wieder übertölpere, teilß durch das siche?c Auftreten der 
„Fremden“, teils durch die Aussicht auf großen Gewinn. 
In einem *—ersten Berliner Hotels wohnte einige Zeit hin⸗ 
durch ei cher Graf mit seiner jungen Gattin und 
einem K ner; letzterer befreundete sich mit dem Por— 
tier deserzählte ihm viel vwon den großen Gütern 
—VDD 
schönen Gemahlin, einer geberenn Prinzessin, die er mit 
kostbaren Geschenken überhäufe we und zeigte dabei dem 
Portier eine quittierte Rech: pokannten Berliner 
Juweliergeschäfts über einen ron vierzigtausend 
Mark. Bald darauf kamen mehret weschen an den Grafen 
an, er zeigte sich verstört, desgleichen seine junge Frau, sie 
schrieben und depeschierten viel, und der Kammerdiener er⸗ 
zählte dem Portier, daß sein Herr die Nachricht empfangen 
habe von der Flucht eines seiner Verwalter dem die War— 
schauer Bank dreißigtausend Rubel ausgezahlt, die er persön⸗ 
lich dem Grafen nach Berlin brieger sollte. Am Abend 
ließ der Graf den Port: ar sehr aufgeregt, 
wetterte auf den betu“ xrzählte in kurzen 
Worten dem Portic— doct dieser ja schon 
wußte, nicht nur v⸗ idern auch aus den 
von ihm beser ten sagte, daß er sofort 
zur Verfolgung des 6 ouztgtausend Mark haben 
müsse, hier, diesen Ci rn er vor wenigen Tagen fur 
die doppelte Surtuc gekauf' gebe cr zum Pfande und er 
wolle gern für Li. wenigen Tage, wihrcend welcher er von 
Berlin fortbleibe, dreitausend Mark Zinsen geben, — der 
Portier möchte den Schmuck zu einem Pfandleiher bringen, 
zu einem Bankier oder auch zu dem Juwelier, wo er gekauft 
worden sei. Der Portier gönnte den guten Gewinn keinem 
anderen. er nabm den Schmuck an sich und gab von seinen 
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