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4. Berlins Einbrecher

Full text: Berliner Polizei und Verbrechertum / Lindenberg, Paul (Public Domain)

Berliner Polizei und Verbrechertum. 
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wogen wor a. Ich sah jetzt auch ein, daß man es hier 
mit etwat Ertschlossenheit und Mut sehr weit briugen 
kann!“⸗- 
Wie wet eft die Frechheit der Einbrecher geht, erzählt 
jener „Mate⸗—LEhert“ an verschdenen anderen Stellen 
seines Bucher in sahr naiver Weiß hatte er einmal mit 
einem Gefährten nachts einen Gak riewarenladen in der 
Friedrichstrafe ukumt und sic Latten drei große Kisten 
mit den beste: Tercn angefüllt; da sie diese nicht unbemerkt 
fortschaffen .crwarteten sie den Anbruch des Morgens, 
zogen die Lad⸗— Ensicn auf, zündeten alle Gasflammen an, 
und währen Ler cine von ihnen in Hemdsärmeln als 
fleißiger Hauctat“ das Schaufenster reinigte, holte der 
andere eine De—der treue Hausknecht half die Sachen 
noch einpacken fort ging's, wobei weder der Droschken— 
kutscher noch . sfanten irgendwie Arg schöpften. Man 
kann sich das Ertarc:un des Ladeninhabers uns seines Per— 
sonals vorstellen elc diese sich zur üblichen Stunde ein— 
stellten und da? Onuft geöffnet und — ausgeräumt fanden; 
an diesem „E weideten sich die beiden Spitzbuben, 
welche, nackt Gut in Sicherheit ge— 
bracht, ein auf der anderen Straßen⸗ 
seite entlan J 
Ein zwer triert noch mehr den Übermut jener 
einbrecherischen Scrren der erwähnte „Matrosen-Albert“ 
hatte zur Mittag 2ucces Pfingstfeiertages nit einem Ge⸗ 
nossen einen vorher genau „ausbaldowerten“ Einbruch in der 
in der Bendlcrstraße gelegatn mnung eines auf einer Ver⸗ 
gnügungsregriffenc. Zerßzz gemacht; gestört dabei, 
wurde sein Guhrt. sogleich frrgenommen, während er die 
Flucht ergriff, auch den nahen Tiergarten erreichte, dort aber 
über eine Baumwurzel stolperte, zu Fall kam und von den 
Nachsetzenden erfaßt wurde, worauf man beide Verbrecher zur 
nächsten Polizeiwache brachte. Während dieses Transportes 
fuhr an den Verhafteten in einer Droschke erster Klasse ein
	        
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