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Vierter Abschnitt. § 47-54

Full text: Baupolizei-Verordnung für die Stadt Spandau vom 23. Juni 1911 (Public Domain)

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züglich des Ausbaues der nach Ziffer 8 zugelassenen oberen Haupt⸗ 
geschofse als Dachgeschosse vergleiche 8 18 Ziffer 8. 
5. In Kellergeschossen ist die Einrichtung von Räumen zum 
dauernden Aufenthalt von Menschen verboten. 
6. Die Gebäude müssen einen Bauwich (8 13 Ziffer 2 Abhsatz 1) 
von mindestens 4m halten. In den Fällen des 8 13 Ziffer 2 Absatz2 
braucht der Bauwich nicht eingehalten zu werden. 
7. Die Frontlänge der Vordergebäude, bei Eckgrundstücken die 
Frontlänge der Vordergebäude an jeder Straße, darf das Maß von 
30 mm nicht überschreiten. 
8 54. 
Offene Bauweife Bauklafse B— grün. 
—— 
höchstens 10 der Baugrundstücke (8 12 Ziffer 1) bebaut werden. 
2. Bewohnte Gebaͤude dürfen, abgesehen vom Dachgeschoß und 
vom Kellergeschoß — Nebengeschossen —, nicht mehr als zwei Ge⸗— 
schosse — Hauptgeschosse — erhalten. 
3. Werden in beiden Hauptgeschossen Räume, die zum dauernden 
Aufenthalt von Menschen bestimmt sind, angelegt. so dürfen zu dem 
gleichen Zwecke die Nebengeschosse der Vordergebäude je zur Hälfte 
hrer Grundflächen eingerichtet werden (Anlegung der Raͤume und 
Flächenberechnung nach 8 18 Ziffer 2, 7, 8 und 9. Bezüglich des 
Ausbaues des oberen (zweiten) Hauptgeschosses als Dachgeschoß ver—⸗ 
gleiche 8 18 Ziffer 3. Jedoch ist im Dachgeschoß die Einrichtung 
selbständiger Wohnungen, die Herstellung von Küchen, sowie die 
Aufstellung von Feuerherden verboten. Im Kellergeschoß darf nur 
eine selbständige Wohnung (einschließlich Läden) mit höchstens 60 4m 
Flächeninhalt untergebracht werden. 
4J. Für die Höhe der Gebäude sind lediglich die Vorschriften in 
F 15 Ziffer 1 bis 5 maßgebend. Aufbauten (8 15 Ziffer 7 Absatz 2) 
unterliegen hezüglich der Höhe keiner Einschränkung. 
Aufbauten über dem oberen (zweiten) Hauptgeschosse dürfen 
nicht mehr als die Hälfte — am Bauwich nicht mehr als ein Drittel 
—. der Frontlänge jeder Umfassungswand unter ihnen einnehmen. 
Diese Vorschrift findet auf Gebäude, deren Hauptgiebel der Straße 
und dem Hofe zugekehrt sind, bezüglich der Hauptgiebel keine An—⸗ 
wendung. Doch müssen sich die Giebelaufbauten mit ihren Wer 
flächen, innerhalb der Grenzlinien einer in der senkrechten Ebene 
der Giebeifronten — gedachten — Fläche halten, welche sich zu— 
sammensetzt aus einem Rechteck, dessen Grundlinie die Grundlinie 
der Giebelfront ist, und dessen Seiten die auf 12 m Höhe bemessenen 
Ecktkanten der Gebäude bilden, und einem auf der oberen Rechteck⸗ 
eite errichteten gleichschenkligen Dreieck, dessen Höhe gleich einem 
Drittel der Gebäudefrontlänge ist.
	        
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