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Dritter Abschnitt. § 10-46

Full text: Baupolizei-Verordnung für die Stadt Spandau vom 23. Juni 1911 (Public Domain)

kann eine Verkleinerung der Grundfläche bis auf 6 qm bei einer 
geringsten Abmessung von 1,50 m zugelassen werden. Am untern 
Ende der Lichtschachte sind Vorkehrungen treffen, welche ihnen 
von außen frische Luft dauernd zuführen. Die Luftzuführungskanäle 
müssen wenigstens 0,30 qm Querschnitt erten 
2. Für Lichtschachte, welche einem Raume Licht unmittelbar 
durch die Decke zuführen, genügt es, wenn sie von dem Raume bis 
zur Dachfläche mit einem feuersicheren Stoffe ummantelt werden; 
zuch darf die Grundfläche derartiger Lichtschachte kleiner, als zu 
Ziffer 1 angegeben, bemessen werden. 
3. Sind die Lichtschachte oben mit einer Glasdecke oder sonst 
in geeigneter Art geschlossen, so müssen auch an ihrem oberen Ende 
Vorkehrungen getroffen werden, welche einen ausreichenden Luft— 
wechsel sichern. 
4. Lüftungsschlote müssen mit massiven Wänden umschlossen 
oder mit einem feuersicheren Stoffe ummantelt werden. 
5. Wenn Lichtschachte oder Lüftungsschlote Oeffnungen inner⸗ 
halb des Dachraumes erhalten, so müssen diese mit feuer- und rauch⸗ 
sicheren, fest verschlossen zu haltenden Türen (8 18 Ziffer 4) versehen 
werden. 
837. 
Feuerstätten. 
1. Feuerstätten in Gebäuden müssen in allen Teilen aus un— 
verbrennlichem Baustoffe hergestellt werden. 
2. Feuerherde, welche auf unverbrennlichen Füßen stehen, 
dürfen auf Holzbalkendecken und Holzfußböden errichtet werden, 
wenn unter dem Herde ein Luftraum von mindestens 0,15 m und 
höchstens 0,20 m freigehalten wird. Der Fußboden dort ist durch 
eine O,05 m starke Massivschicht auf mindestens 1mm starker Eisen— 
platte zu schützen. Die Massioschicht sowie die Eisenplatte müssen 
O,05 m über den Rand des Herdes vortreten. Dieselben Vorschriften 
finden auf Metallbadeöfen Anwendung. 
2. Oefen und sonstige nicht unter Ziffer 2 und 3 fallende Feuer—⸗ 
stätten sind von dem Fußboden durch eine mindestens 0,05 m starke 
Massivschicht und darüber durch einen mindestens 0,05 m hohen, den 
Durchzug der Luft gestattenden Hohlraum mit mindestens zwei Luft⸗ 
öffnungen zu trennen. 
4. Vor den Heizöffnungen sämtlicher Feuerstätten ist der Fuß— 
boden, wenn er nicht aus unverbrennlichem Stoffe hergestellt ist, in 
einem Vorsprung von 0,50 m und in einer über die Oeffnungen nach 
beiden Seiten hin vortretenden Breite von 0,30 m feuersicher zu be— 
kleiden. Vor Stubenfeuerungen von gewöhnlichem Umfang und vor 
offenen Kaminen genügt statt dessen die Verwendung metallener Vor—⸗ 
setzer von ausreichender Größe.
	        
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