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Dritter Abschnitt. § 10-46

Full text: Baupolizei-Verordnung für die Stadt Spandau vom 23. Juni 1911 (Public Domain)

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. Findet das Kellergeschoß zur Einxichtung v»ꝛ b RNäumen, die 
zum dauernden Aufenthalt von Menschen bestimmt stutß derwendung, 
so darf der Fußboden dieser Räume nicht tiefer als ,0m unte 
der Erdoberfläche vor den Umfassungswänden des Gebaͤudes liegen. 
Die Tieferlegung des Fußbodens bis auf 1m kann geftaͤttet 
werden, wenn an der zugehörigen Umfassungswand ein durchgehender 
Lichtgraben hergestellt wird. Der Lichtgraben muß mindeftens 1m 
breit sein und mit seiner gut zu entwässernden Sohle mindestens 
0, 15 m tiefer als der Fußboden der anstoßenden Raͤume liegen. Bei 
günstiger Bodenbeschaffenheit kann von der Herstellung eines Licht 
grabens abgesehen werden, wenn die Unterkante des Fonftersturges 
mindestens 1,20 m, über Außengelände liegt und vor dem tragenden 
Mauerwerk der Umfassungswände im AÄAbstande von mindestens 
— 
Höhe des Außengeländes auͤfgeführt wird. Die innere Wand darf 
erst hergestellt werden, wenn das Mauerwerk ausgetrocknet ist. In 
der vorgemauerten Innenwand sind Oeffnungen anzulcgen, welche 
die dahinter liegende senkrechte Luftschicht mit dem Innenraume in 
Verbindung setzen. 
8. In den Fällen, in welchen das Dachgeschoß oder das Keller— 
geschoß zum dauernden Aufenthalt von Menscheu satr u einem Bruch— 
teile zugelassen wird, ist der Bruchteil von der Fläche u nehmen, die 
sich ergibt, wenn von der Grundfläche des Geschosses die Mauer— 
stärken der Umfassungs- und Innenwände sowie die Flächen der 
Korridore und Treppeuflure einschließlich der Deffnung für die Treype 
in Abzug gebracht sind. Das danach zur Einrich?.“ von Raͤumen 
zum dauernden Aufenthalt von Menschen gefund Slächenmaß ist 
auf die Lichtmaße der Räume zu verrechnen. 
9. Diejenigen Teile des Dachgeschosses odec Kellergeschosses, 
die nicht zum dauernden Aufenthalt von Menschen benutzt werden 
dürfen, müssen nach ihrer Lage im Grundriß sowie nach NAusbau 
und Ausstattung die Ausnutzung zu diesem Zwecke ausschließen, 
sofern sie nicht offenbar Zubehör einer Wohnung, wie Kortridore, 
Abortanlagen, Badestuben, sind und dem Beduürfnis ihrer Z3weck 
bestimmung entsprechend angelegt werden. 
10. Dachräume oberhalb der im Dachgeschosse zum dauernden 
Aufenthalt von Menschen zugelassenen Raͤume dürfen zu Lager, 
zwecken benutzt werden. 
11. Die Anlage von Tiefkellern ist erlaubt. 
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Zum dauernden Aufenthalt von Menschen bestimmte Räunitie. 
Als Räume, welche nicht zum dauernden Aufenthalt von 
Menschen bestimmt sind, gelten insbesondere Flure, Trepbben. Korridote.
	        
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