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Full text: Geschichte der Johannes-Loge "Drei Lichter im Felde" / Schloifer, Eduard (Public Domain) Ausgabe [1] Bis zum Jahre 1910 (Public Domain)

Endlich sangen die Brr Burchardt und Geisler ein Duett: „Von 
zarter Lieb' der Lorbeer spricht,, und nach dem vierten Gange Br Landt 
das Lied: „Den Schönen Heil“, worauf Br Samuel in bewährter Meister— 
schaft und launigen Worten den Trinkspruch auf die Schwestern ausbrachte. 
Br Mewis forderte die Brr auf, auf das Wohl der musikalischen Brräzu trinken 
und insbesondere dem Br Ludwig zu danken, welcher als Gast freundlichst 
die Begleitung der Sänger übernommen hatte. Um Mitternacht endlich sang 
Br Landt das Lied: „Weißt du mein Tal“, worauf Br Bahn die Brrein 
Kenntnis setzte, daß an dem soeben angebrochenen J. Oktober der Br Mühl— 
brecht sein 25 jähriges Geschäftsjubiläum begehe. In die angeschlossenen 
Wünsche stimmten die Brremit freudigem Zuruf ein. Br Mühlbrecht dankte 
mit bewegten Worten, widmete der Tätigkeit des Br Schriftführers freundliche 
Anerkennung und brachte auf diesen ein Hoch aus. Br Geisler sang noch 
ein Lied: „Schlaf holder Knabe“, worauf dann der gemeinsame Gesang des 
Liedes: „Wir sind die Könige der Welt“ zur Armensammlung hinüberleitete, 
vor deren Vornahme der Vorsitzende, Br Neumann, an die Schlußsätze 
der verlesenen Jahresberichte anknüpfend, die Brr an die erkrankten Brr 
Lange J und Hintze Jerinnerte. Er rief den Brrn mahnende Worte des 
Friedens und der Versöhnung zu, welche auf fruchtbaren Boden fielen und 
den Brrn einen bleibenden Eindruck hinterließen. 
Eine ganz besondere Beteiligung fand der Schwesternabend am 11. No— 
vember 1893, welchen der hochverehrte Br Wagner, zweiter stellvertretender 
Großmeister der Gr.⸗L. Royal- York durch seinen Vortrag über „Kunst und 
Leben“ verherrlichte. 106 Teilnehmer folgten den beredten Worten des ge— 
feierten Redners, welchem der Vorsitzende, Br. Neumann, den herzlichsten 
Dank der Brr und ihrer Gäste aussprach. Nach dem Vortrage vereinigte ein 
einfaches Mahl die Anwesenden, in dessen Verlauf unsere oft bewährten und 
stets bereiten Schwestern und Brr musikalischen Talentes reichen Beifall ernteten. 
Den Schwestern Bellot und Pein, dem Fräulein Constanze Fischer, 
Martha Samuel und Fräulein Koeppen, sowie den Brrn 
Burchardt, Landt und dem Lufton Schmidt wurde der herzlichste 
Dank dafür ausgesprochen. Nach dem Essen wurde in gewohnter Weise noch 
Jgetanzt. 
Der 10. Februar 1894 vereinigte wieder 588 Schwestern und Brre um einen 
höchst interessanten Vortrag unseres Brs Seydel über „Geruch und Gerüche“ 
entgegenzunehmen. Durch eine reichliche Zahl der verschiedensten Proben 
und Riechstoffen wurde der nervus olfactorius, durch dessen Erregung laut Be— 
lehrung des Redners der psychologische Vorgang des Riechens stattfindet, in an— 
genehmer oder abschreckender Weise in Anspruch genommen und mancher hat 
noch lange den Moschusgeruch mit sich herumgetragen, der die Finger- oder 
Nasenspitze zu tief in das Muster hineingetaucht hatte. Der Saal wurde an— 
gefüllt von dem Duft von Nelkenöl, welches Br Seydel im Verlauf des Vor— 
trages auf einen kleinen Destillationsapparat hergestellt hatte. Ganz besonderen 
Dank der Schwestern erntete Br Seydel noch durch eine in allerliebster Weise 
vorbereitete und durchgeführte Verlosung von verschiedenen Taschentuchparfüms.
	        
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