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II.

Full text: Die Versuchungen des Herrn Welsch / Ostwald, Hans (Public Domain)

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den breiten rundlichen Kuppen fügten sich 
willenlos in seine Hände. Und willenlos ant- 
wortete sie ihm auf seine Frage: : 
„Vater will mich dotschlagen.‘ 
„Aber warum denn?‘ Er sah erschreckt 
auf sie hin, die ihren Kopf noch gesenkt hielt. 
x. /enn ich noch mal ’ne Nacht aus 
’m Hause blieb, wollte er mich dotschlagen! 
Und ich kann doch nichts dafür, dass ich 
gestern abend nich mehr hereinkam. — Ach 
— Sie glauberm mir ja doch nicht, was ich 
Ihnen erzähle!‘ unterbrach sie sich plötzlich 
und wollte ihm ihre Hände entziehen. 
„Wer sagt denn das?‘ fragte er und hielt 
die Hände nur um so fester. 
„Weil — weil die Männer immer das 
Schlechteste von uns denken!‘ stiess sie mit 
einem zornigen Blick hervor, warf sich hinten- 
über und zerrte an ihren Händen. 
Er rang eine Weile mit ihr. Das stimmte 
ja, er hatte das Schlechteste von ihr gedacht. 
Aber — was sollte er sonst denken? 
Sie bekam ihre Hände frei — schien nun 
aber nicht zu wissen, was sie mit ihnen an- 
Fangen sollte und spielte auf dem Sessel hin 
und her mit ihnen. Ihren vollen Mund verzog 
sie schmollend und sagte, als er schwieg:
	        
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