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Full text: Die Versuchungen des Herrn Welsch / Ostwald, Hans (Public Domain)

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Ihre blauen Blicke tauchten dabei tief in seine 
Augen, und! ihr kleiner roter Mund spitzte 
sich ein wenig. 
Schönemann hielt indessen krampfhaft die 
Klinke der Ladentür in der Hand. Wenn es 
Herr Welse" ss“ eilig gehabt hatte, wollte er 
es auch : -*°ben. Er sah wohl, dass 
Welsch geri :och einige Worte mit Fräulein 
Sascha gewechselt hätte. Das veranlasste 
ihn, die Tür aufzuklinken, so dass Welsch 
nicht anders konnte, als ihm zu folgen. 
Fräulein Sascha kam eilfertig hinter dem 
Ladentisch hervor, um die Tür hinter den Herren 
zu schliessen. Sie hatte eine reife Figur; ihre 
Hüften wölbten sich breit und voll, wie bei 
einer mehrfachen Mutter. 
Sonderbar! dachte Welsch — und wie das 
Puppengesicht dazu aussieht... 
Als er in die Haustür trat, sah er noch, wie 
Fräulein Sascha ihm nachblickte — mit dem 
Gesicht am Glas der Ladentür. Das war ihm 
nicht unangenehm. Er fragte, was für ein 
Fräulein denn diese Sascha sei. 
„Na — es ist ja schon viel über sie geredet 
worden —‘ deutete Schönemann dunkel an. 
„Aber darauf ann man als Hauswirt nicht 
viel geben. Die Hauptsache ist ja, dass sie 
ihre Miete zahlt. Und das hat sie bis jetzt
	        
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