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VII.

Full text: Die Versuchungen des Herrn Welsch / Ostwald, Hans (Public Domain)

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„Mit wem gehen Sie denn jetzt tanzen? 
Wer besucht Sie denn jetzt?‘ 
„Niemand!“ liess er hervor. 
Sie lac-ie " "Dig. Dann klopfte sie ihn 
mütterlich „ehulter: 
„Nä It „10 Sie man wieder gut. Es 
ist doch & ..br‘ wenn man einen Freund 
hat, wie Sie es cine. Dann erfährt man we- 
nigstens mal, wic cic Männer leben. Wissen 
Sie, ich habe keinc zinzige Freundin, — es ist 
so Schrecklich fade mmer mit Frauenzimmern 
zusammen zu sein. Ich kann mich nur mit 
Männern unterhalten. Und, — nun seien Sie 
man vernünftig, ich komme auch oft herüber. 
Sie erzählen mir dann immer, was Sie erlebt 
haben.‘‘ 
Er wurde zornig. Dazu war er also gut ge- 
nug, — weil ihr die Weiber zu schwachsinnig 
und zu langweilig waren! Und seine intimsten 
Erlebnisse sollte er ihr offenbaren, damit 
sollte er sie unterhalten, wie wenn er ihr 
Spassmacher sei. 
Aber gerade diese Anmassung, dieser weib- 
liche Egoismus hielt ihn gefangen. Er glaubte 
dahinter auch eine kleine Zuneigung wittern 
zu dürfen. Vielleicht war er zu rasch vorge- 
gangen. ... Mit Geduld kam er vielleicht 
zum Ziel. Sie war ja keine von den Tanzmäd-
	        
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