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VI.

Full text: Die Versuchungen des Herrn Welsch / Ostwald, Hans (Public Domain)

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unwillkürlich: — Ja, wenn es Menschen gibt, 
die soviel Pracht für sich beanspruchen, wie 
diese hübsche Frau, dann :uuss es auch viele 
geben, die I Lohmutz unc lend verkommen. 
Doch ihre charmante „ug seine Ge- 
danken vom !lgemeinen ab und lenkten sie 
aufs Persönliche, — — auf ihre Person selbst. 
Sie erkundigte sich eingehend nach den sitt- 
lichen Verhältnissen der Mieter von Frau 
Schimmel. Sie wollte alles bis in die letzte 
Kleinigkeit wissen. 
Er versuchte es nur anzudeuten. 
Aber er musste alles wiedergeben, was er 
gesehen und musste noch hinzufügen, was er 
dachte. 
Sie fragte sogar, ob er glaube, dass auch 
die Kinder der Frau Schimmel schon Umgang 
hätten mit den Schlafburschen, denn sie könne 
es sich nicht denken, dass zwischen Menschen 
zweierlei Geschlechts, die so eng zusammen 
wohnten, nicht intime Beziehungen aufkommen 
sollten. Sie erzählte eiz Erlebnis, das sie in 
ihrer Jugend mit einen: Freund gehabt. Seit 
ihrer 1. ucheit "ätten sie sıc gekannt, und so 
wäre ihr “ıcht. Arges eingefallen, als sie ihn 
einmal + ü“hrend seiner Militärjahre in seiner 
Garnison besucht und während der Mittagsglut 
auf dem Sofa in seinem Zimmer ausgeruht
	        
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