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Volume H. I-III

Full text : Zeitschrift für Bauwesen (Public Domain) Ausgabe XXII.1872 (Public Domain)

P.  Laapeyres,  Di©  Baudenkmal©  Umbriens.

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bald  an  jenem  Wohnhause  in  Gitta  di  Castello  begegnen,  jin
sieh  vereinigt  und  verdient  schon  aus  diesem  Grunde  eine  eingehende ­
  durch  zahlreiche  Holzschnitte  iUustrirte  Beschreibung.

No.  17.  Grundriß  des  palaazo  Yitelii  a  S.  Oiacomo  zu  Citti.  di  Castello.
Das  Gebäude  steht,  wie  man  aus  dem  Grundrift  No.  17
ersieht,  isolirt  da,  von  allen  vier  Seiten  von  Straften  umgeben,
mit  der  schmalen  Vorderfront  der  Hauptstrafse  zugekehrt.
Das  Erdgeschoft  umfaßt  nur  vorn  an  der  Strafte  einige  bewohnbare ­
  Zimmer,  alle  dahinterliegenden  Räume  dienten  als
Remisen,  Pferdeställe  u&d  Wirtbachaftalocale.  Eine  die  Mitte
des  Gebäudes  quer  durchschneidende  Durchfahrt  trennt  das
den  groften  Hof  und  die  stattliche  Treppe  umfassende  Vorderhaus ­
  von  dem  Hinterhause,  welches  eine  eigene  Treppe  für
sich  hat,  und  neben  dem  Brunnenraum  einen  ganz  kleinen
Lichthof  enthält.

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No,  18.  Durchschnitt  durch  d*o  palazzo  Titelli  a  8.  Giacomo
in  Cittk  di  Castello.
Der  Durchschnitt  durch  das  Vorderhaus,  No.  18,  läftt
erkennen,  wie  die  Verbindung  unter  den  Geschossen  hergestellt ­
  ist,  wie  nur  Im  Erdgeschoft  der  Hof  an  drei  Seiten  von
Säulengängen  umgeben  ist,  wie  auch  nöeb  im  Hauptgeechofa
der  Vorplatz  an  dm*  Treppe  als  eine  offene  Halle  gestaltet
Zeitschrift  f.  B»uwej«ü.  Jahrg.  XXfl.

ist,  im  übrigen  aber  and  im  Obergeschoft  durchweg  geschlossene ­
  nur  mit  groften  Fenstern  ansgestattete  Miniem  den
Hof  umziehen.  Die  Anlage  der  Treppe  seitwärts  von  der
Eingangsaxe  entspricht  den  bescheidenen  Anforderungen,  welche ­
  die  Frührenaissance  an  diesen  vorzugsweise  wichtigen
Bautheil  stellte.  Dieselbe  ist  aber  mit  gut  gezeichneten  Pilastern, ­
  profilirten  Gurtbögen  und  kleinen  Kreuzgewölben  auf
den  Podesten  architektonisch  in  einer  bedeutsamen  Weise  ausgebildet, ­
  welche  typisch  für  die  Mehrzahl  der  reicheren  Häuser
und  Paläste  in  Gitta  di  Castello  und  Umgegend  geworden  ist.
(Siehe  nachstehenden  Holzschnitt  No.  29.)

No.  19.  Pilaster  auf  dea  Tnppaapodeftt&A  No.  20.  Fa^adensyatem
Im  palaiso  Titelli  a  S.  Öiaeomo  ev  Citth  di  Castello.

An  die  mit  einer  cassettirten  Holzdecke  versehene  Vorhalle ­
  des  Hauptgeschosses  scblleften  sich  an  der  Vorderfront
die  grofeeren  Säle  für  repräsentative  Zwecke  an,  in  welchen
von  dem  Glanz  der  ehemaligen  Decoratkm  nur  die  Deckengesimse
  und  die  Cassettendecken  übrig  sind;  die  anderen
Zimmer  sind  ohne  Interesse.
Die  mit  dem  Innern  in  Harmonie  stehende  Einfachheit
der  äufeeren  Architektur  bringt  No.  20  zur  Anschauung,  welche ­
  durch  die  Detailzeichnongen  des  Gurtgesimses  und  der
Fenstereinrahmung  in  No.  21  und  22  vervollständigt  wird.

No.  21.  Profit  des  Gurtgeeittises.  No.  22.  Profil  der  Fenstonunraluntiiig.
Tagadan-DetaU«  d*a  palaazo  Titelli  a  S.  Oiacomo  za  Citäk  di  Castello.
>  Die  Fa^adenverhältnisse  werden  bestimmt  dorebdie  kräftige ­
  Quadereinfassung  an  den  Ecken  des  Gebäudes  und  durch
die  staken  Gurtgesimse,  so  daft  die  ungleiche  Axeotheilung
der  Fenster,  die  besonders  an  den  Seitenfronten  sehr  varitrt,
sich  weniger  unangenehm  fühlbar  macht  Die  Quadern»  die
Gesimse  und  die  in  den  Profiürungen  «ehr  sauber  gearbeiteten
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