Path:
IV.

Full text: Die Versuchungen des Herrn Welsch / Ostwald, Hans (Public Domain)

191 
stets, wenn er die Augen schloss, verdunkelte 
sich ihr Bild und die Farben glichen denen 
Ottis. 
Nur eins blieb ihm im Gedächtnis: Ihre 
schöne, scharfgeschnittene Nase mit den feinen, 
Fast durchsichtigen "'asenflügeln verstärkte sich 
oben an der Stirn und die starken Augenbrauen 
begannen erst dor* "-+=0n "-hnen Schwung, wo 
die Nase arfk#-ic ie Zeichen ihres Mut- 
willens und ihres Temperaments ging ihm nicht 
verloren. *ur das andere, all die köstlichen 
Merkmale ihrer Jugend und ihrer mädchen- 
haften Schönheit und Frische, die er mit allen 
Sinnen festhalten wollte, um sie in seine Ein- 
samkeit, in sein Traumleben mit hinübernehmen 
zu können, die wollten ihm immer wieder ent- 
schwinden wie lockere Vögel, die nicht in ihren 
Käfig hineinwollten. 
Stundenlang stand er so. 
Sie tat, als sähe sie ihn nicht. 
Nur manchmal streifte ihn ein verheissungs- 
voller, zuversichtlicher Blick. 
Zugleich machte sie ihn mit unauffälligen 
Gebärden darauf aufmerksam, dass sich im 
Nebenzimmer jemand befände, der sie be- 
obachten konnte. 
Welsch hörte auch, wie ihre Mutter sie
	        
Top of page
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.