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Full text: Strafsache van Geldern / Hyan, Hans (Public Domain)

sagen. Ich selbst habe nur eins, und zwar ein Perlen⸗ 
halsband, in Händen gehabt. Und das habe ich“, der 
Angeklagte erhob seine Stimme und sein Gesicht zu 
den Gesichtern, „nicht nur mit Wissen, sondern in aus⸗ 
drücklichem Einvernehmen mit ihr verkauft!“ 
Der Landgerichtsdirektor nickte langsam und träge 
mit seinem großen blanken Schädel, daß der blonde 
Bart sich an dem schwarzen Samtaufschlag der Robe 
rieb: 
„Natürlich, Angeklagter, wie werden Sie denn auch 
ohne den Willen Ihrer Frau ein so auffallendes Wert⸗ 
stück verkauft haben, wo sie jedenfalls sehr gut auf ihre 
Sachen aufgepaßt hat! Aber die anderen Stücke, die 
— darüber kann uns die Direktrice Schneider volle 
Auskunft geben — die bestimmt am Morgen des Mord⸗ 
tages noch vorhanden waren, was ist damit geschehen?“ 
Und ehe van Geldern noch antworten konnte: 
„Ich habo hier“, er klopfte auf das Papier, „eine 
genaue Liste. Danach sind geraubt: ein paar Boutons 
in ungefährem Wert von siebzehntausend Mark, ein 
Diadem über fünfzigtausend Mark, zwei Schmuck⸗ 
nadeln mit großen Smaragden, minimal achttausend 
Mark, vier Perlenringe, die der Sachverständige zu⸗ 
sammen mit zehntausend Mark bewertet —, wir 
wissen beinahe bei all den Sachen, wo sie her sind und
	        
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