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Masken

Full text: Galgenvögel / Hyan, Hans (Public Domain)

„das kommt doch aber nur auf die betreffende 
Dame an!.. .. Einer oder der andere Wensch 
findet sich immer, dem man vertrauen kann und 
der einem gern zur Seite steht!“ 
Ihr etwas langes, aber pikantes Näschen mit 
der kleinen Sommersprosse auf dem linken Flügel 
vibrierte in leisem Lachen: 
„MWöchten Sie vielleicht der eine oder der 
andere Mensch sein?“ 
„Ja,“ rief er enthusiastisch und innerlich ganz 
begeistert, „ich stelle mich Ihnen zur Verfügung, 
mein Fräulein, mit allem, was ich habel!“ 
„Von dem letzteren werde ich kaum Gebrauch 
machen können!“ Sie zog die starken, blonden 
Brauen ein wenig in die Höhe. „Sie müssen 
mir überhaupt gestatten... ich meine, ich werde 
Sie nur so lange bemühen, wie ich selber es 
möchte? 
„Aber jah... selbstverständlich!“ versicherte er, 
der von seinen Fähigkeiten als Don Juan so 
überzeugt war, daß er im geheimen über „die 
Naivität der Kleinen“ lächelte. 
„Dann möcht' ich vor allem etwas genießen!“ 
Sie erhob sich und sagte im Davonschreiten: 
„Ich brauche wohl nicht erst bemerken, daß bei 
unserm Zusammensein jeder seine eigene Kasse 
führt.“ 
Er nickte, aufs angenehmste berührt. Was et 
hörte, bestärkte ihn nur in seiner guten Meinung 
von der neuen Bekanntschaft: das war ein reizen— 
des kleines Schäfchen, mit dem man sich nicht 
nur ein Weilchen amüsieren, nein, das man zum 
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