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Schatzgräber

Full text: Galgenvögel / Hyan, Hans (Public Domain)

„Halblange“, wie er angab, bei seinem letzten 
MWasematten gemacht und da kabore gelegt hatte. 
Sie standen vor dem Haus. 
„Vier Treppen. Hof zweiter Seitenflügel .. 
rechts ..“ murmelte der einstige Jurist und sah 
zweifelnd an seinem mageren, spacken Körperchen 
hinab. 
„Komm ruff!“ sagte der Pole. 
Oben öffnete sie, er war nicht zu Hause. 
„Wat wünschen Sie?“ 
Der Plan war: Johann Kawnulstki sollte Frau 
Amalie Pupper beschäftigen, womöglich aus der 
Küche in die Wohnung locken, wenn auch nur 
für einen Augenblick; den würde dann RVossalius 
schon richtig ausnutzen. 
„Wir möchten die Schlafstelle besichtigen... 
Sie haben doch eine Schlafstelle zu vermieten, 
nicht wahr?“ 
„Jo! Schlofstelle!“ echote der Pole. 
Frau Pupper sah mißtrauisch auf das Paar. 
Sie kannte die Sorte vom abendlichen Zudrang 
der Rummelplätze. 
„Kost' fimf Mark de Woche,“ sagte sie, ab⸗— 
sichtlich ein wenig übertreibend. 
Den beiden Männern gefiel der Preis dennoch. 
Sie wollten das Logis sehen. Frau Amalie ging 
voraus, ohne Bangen. 
Drin guckte Theodor in alle Ecken, aus dem 
Fenster, an die Decke. Er sprach: „Die miet' ich 
sofort!“ Und zahlte eine Wark an. 
Frau Pupper spuckte auf den Geldschein und 
steckte ihn ein. Dabei lachte sie: 
Hans Hyan, Galgenbögel. 
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