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XXIII. Wieder im Gefängnis

Full text: Wie ich Hauptmann von Köpenick wurde / Voigt, Wilhelm (Public Domain)

XXIII. 
Wieder im Gefängnis. 
Ich wurde kurze Zeit, etwa zehn Tage, nachdem 
das Urteil rechtskräftig geworden, zur Verbüßung meiner 
Strafe in die Gefangenhaft nach Tegel überführt. 
Schon am Nachmittag desselben Tages besuchte 
mich der Direktor, und die ersten Worte, die er an 
mich richtete, sind mir heute noch gegenwärtig: 
„Nun sind Sie also nach langer Irrfahrt hier ge— 
sandet!“ 
„Jawohl, Herr Direktor,“ antwortete ich, „aber 
an welchem Ufer!“ — 
Es ist mir sehr erfreulich, hier sagen zu können, 
daß die Gefängnisanstalt Tegel, sowohl was die Be— 
amtenschaft anlangt, wie in bezug auf Pflege und Für— 
sorge geradezu mustergültig genannt zu werden verdient. 
Gerade ich konnte dies am besten beurteilen. 
Mir persönlich ist man stets von allen Seiten mit 
ich möchte sagen — freundlicher Zuvorkommenheit 
begegnet, bis zu dem Augenblick, da sich die Tore der 
Freiheit für mich wieder auftaten. 
Es hatten sich bekanntlich sowohl während meiner 
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Voigt, Wie ich Hauptmann von Kövpenick wurde.
	        
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