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Anekdoten und Witze

Full text: Urberliner Humor / Ostwald, Hans (Public Domain)

B4 
Die Stinte. 
Eine Hoͤkerin, welche Stinte zum Kauf umher trug, ließ 
auf dem Hofe eines Hauses ihre Stentorstimme erschallen. 
Der Wirt dieses Hauses steckte seinen Kopf aus dem Fenster 
und rief: „Na, dummes Weib, geh' sie doch auf die Straße, 
un schreie sie hier nicht ihre Stinte aus!“ 
„J“, antwortete die Hoͤkerin, „seh er doch mal! Worum 
soll ick denn nich schreien? Wenn meine Stinte so'n großet 
Maul haͤtten, wie er, denn koͤnnten se sich freilich alleene aus— 
rufen!“ 
Die Sterbende. 
Eine Budenbesitzerin Berlins lag auf dem Totenbette 
und schied sehr ungern von dieser Welt, deren Fruͤchte sie so 
lange der begehrenden Menschheit dargebracht hatte. — Ihr 
Ehegespons stand etwas in Nebel gehuͤllt vor ihr und troͤstete 
sie mit den Worten: „Iraͤme dir nich daruͤber, det de sterben 
Wachtmeister: Sie wissen doch, daß die Fälschung der Milch 
oerboten ist. 
Milchfrau: Is det Fälschung, wenn ick vor die Berliner 
ihre Jesundheit sorge? Wasser is jesund, sagen die Arzte! 
Un darnach habe ick mir jerichtet un een vaar Droppen awischen 
epumpt.
	        
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