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Full text: Urberliner Humor / Ostwald, Hans (Public Domain)

der gar zu neugierige Student, der gern mit dem huͤbschen 
Dienstmaͤdchen oder der niedlichen Kleinbuͤrgertochter bekannt 
werden moͤchte, wird abgefertigt, als er fragt: „Was gibt es 
da, mein schoͤnes Kind?“ — „Gespickte Maikaͤber, Musjeh!“ 
Und der gar zu aufdrinztick Arm, Schirm und Geleit An— 
tragende — eine Szene in vielfachen Variationen 
Doch nicht ohne Handschuh? 
Ick wasche mir nachher schonst wieder! 
findet — wird refuͤsiert mit den deutlichen und offenherzigen 
Worten: „Ekel, wenn Er nu nich jeht, werd ick Ihm jleich 
zeigen, wat ne Harke is!“ Die lieblichen jungen Maͤdchen hatten 
ihren Mund auf dem rechten Fleck und wußten ihn auch gut 
zu gebrauchen. Zur Not machten sie auch aus den Fingern 
eine Harke und fuhren dem gar zu Aufdringlichen damit ins 
Gesicht. Bei dem verwegenen Menschenschlag, der nach Goethes
	        
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