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V. Herzensfrühling

Full text: Gold! / Hyan, Hans (Public Domain)

Der Graf zweifelte keinen Augenblick daran, man 
betron ihn! 
Acht allein, daß diese Vermittler sich die unver— 
schämit hohe Provision von zehn Prozent, also zehn— 
tuufend Mark geben ließen, fsie halten ihn auch mit 
Erxtra-Vergütuugen, Kostenrechnungen und Spesen um 
weitere zehntausend Mark zu prellen versucht. Da er 
in ihren Händen war und an ein Bekauntwerden 
dieser ganzen Angelegenheit nur mit Grauen denken 
koönnte, so war es ihm nicht möglich gewesen, mehr 
als zweitausend Mark von dieser Sune herunter au 
hundeln. 
Danu kamen aber die Sichtwechsel, die er der 
Bande für geleistete Vorschüsse hatte geben müssen. 
Er hatte im ganzen vierzigtausend Mark empfan— 
gen in vier Raten. Und für jedesmal, wo er zehn— 
tausennd Mark erhalten hatte, hatte er, dem das Wasser 
stets bis aun den Hals ging und der, um überhaupt 
nur Geld zu bekommen, sich zu allem verstanden hätte, 
einen Wechsel über fünfzehntausend Mark gegeben. 
Das waren allein schon sechzigtausend Mark, die man 
ihm jetzt abknöpfte. 
Aber auch dabei hatten es die Blutsauger nicht 
golassen. 
Wie Kretschmar die Wechsel präsentirte, stellte es 
sich heraus, daß der zuerst gegebene nicht auf fünfzehn, 
sondern auf fünfundziwanzig lautete ... 
Graf Gert wurdẽ totenblaß, als er das Papier in 
die Hand nahm. 
Gr betrachtete den Wechsel von allen Seiten, hielt 
ihn gegen das Licht und prüfte, schief darauf hinsehend, 
die Glätte des, Papieres und die Gleichmäßigkeit der 
Buchstaben, während der rote Teufel an seiner Seite 
ihm mit einem unverschämt gleichmütigen Gesichtsaus— 
druck zusah. Dann legle der Graf das Papier äͤuf den 
Tisch und sagte: 
.„Der Wechsel ist trotzalledem gefälscht!“
	        
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