Path:
III. Ein Kind des Volkes

Full text: Gold! / Hyan, Hans (Public Domain)

Sie sah übel gus die mne Häte, aber es war 
ihr Gottlob'nichte Ernstlich“ chehen, und sie hätte 
ihren Weg gewiß am lieSen nAd unbemerkt fort⸗ 
gesetzt, wenn nicht. die ammengeströmte 
Meuͤge ihr allzu aufdringli yr— digungen darge— 
hracht hätte, während sich nu— h gegen, den 
Drofchkenkutscher und den inn Bogen sihenden Grafen 
der ganze Unwille der Menge keberte 
Dem letzteren hatte der Gras Berghorst allerdings 
schnell gesteuert, dadurch, daß er der »erbeigeeilten und 
schimpfenden Mutter des Kinde die Frau hätte 
eher Schelte verdirent“ einen En Lappen“ ein— 
händigte ... 
Er war gerade bei Kasse uind, du lieber 
Gott! was kain's ihm schon cef einen Hundertmark— 
schein mehr oder weniger an. Spieler wird 
man es gewöhnt, das Geld so schun kommen und 
gehen zu sehen, daß die Münze selbs gar keinen Reiz 
mehr besitzt. ... 
Aber 'auf die armen Leute, die sich um ihn dräng— 
ten, machte diese Freigebigkeit einen enormen Efssekt! 
Dafür trät sogar das opferutn Wagnis des jungen 
Mädchens in den Fintergrund wie jemand unter 
den Zuschauern genz offen 557, „ja nicht mal was 
abbekommen hätte. 
Käte Wunderlich verlangte auch gar keine Auer— 
kennung für ihr Tun. Sie wäre still und zufrieden 
im Bewußtsein ihrer voll erfüllten Menschenpflicht 
nach Hause gegangen, wenn nicht der Graf selbst ihr 
seine höchste Anerkennung ausgedrückt und sie gebeten 
hätte, seinen Wagen zu benußen, um nach Hause zu 
gelangen. 
Mit einem Blick auf ihre über und über beschmitzte 
Kleidung hatte Käte sein Anerbieten akzeptirt, und 
als der Graf dann ebenfalls einstieg und der Kutscher 
davonfuhr, waren die beiden Insassen der Droschke 
peinlich herührt Horden durch ein vaar recht unschöne 
—
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.