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XXIII. Verspielt!

Full text: Gold! / Hyan, Hans (Public Domain)

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„Ich mus derreisen, Hubert, und ich weiß noch 
nicht, wann ich wiederkomme .. Aber vorkäusig 
hast du ja noch Geld und dann wirst du auch bald 
Nach richt von mir erhalten . . . . 
Der Graf lächelte bei diesen Worten. 
„Jedenfalls selsst de durch mich nicht in Verlegen— 
heit kommen.“ 
Der Bursche sah en Herrn an, dann blickte er 
nach der Wand, we t der Revolver hing, und 
wurde ganz blaß. Se. Gesicht zuckte und Tränen 
traten ihm in die Augen. 
„Geht es denn nicht anders, Herr?“ fragte er. 
„Nein,“ sagte der Graf. 
Dann gab er dem Burschen die Hand, und als 
der sie ihm schluchzend küssen wollte, zog er den treuen 
Menschen in brüderlicher Umarmung an seine Brust. 
„So mein Junge,“ meinte er dann mit trockner, 
heiser klingender Süömme, „und jetzt wollen wir das 
Theaterspielen lessen .. Für dich ist gesorgt, und 
wenn du .. . .* 
Er hustete, um seiner Bewegung Herr zu werden. 
„Und wenn du ... hören solltest . . ., daß die 
Leute schlecht über mich reden, dann denke ein bischen 
daran, daß es auch welche gegeben hat . . . zu denen 
ich gut war.“ 
Jetzt fing der Bursche erst recht an zu weinen 
und versuchte stammelnd, den geliebten Herrn wankend 
zu machen in seinem Entschluß. 
Der Graf, dem ernst genug zu Mute war, lachte 
laut auf. 
„Am Ende flennst du gar?! das wäre noch 
schöner ... nein, laß das! ... es hat keinen Zweck 
und macht mir meinen Entschluß höchstens schwerer. 
An dich habe ich jetzt nur noch einen Wunsch: ich 
bitte dich, fortzugehen und bis morgen früh fortzn 
bleiben . ..“ 
Und lachend setzte er hing:
	        
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