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II. Vampyre

Full text: Gold! / Hyan, Hans (Public Domain)

Graf Berghorst schnitt eine Grimcsse, als habe 
semand sein voörnehmstes Fihnerauge, utf dem Stiefel⸗ 
aͤbsah in Berührung gebrocht; dann drehle er sich, die 
rechte Gesichtshälfte »ccguimenkneifend und so das 
größe Monocle ins länse odiuge bringend, turz um und 
schritt dem Ausgang 
Als die Gräfin neben ihrer Gesellschafterin über 
den Vorplaß schritt, um auf den Perron des Pariser 
Zuges zu gelangen, blieb sie einen Augenblick stehen. 
Ihre Nugen richteten sich auf einen Menschen, der 
ihr eutgegenkam und vor dem sie, da auch sein Blirk sie 
fiark fitirte, mit einer instinktiven Geberde den Schleier 
hres Reisehütchens herunterließ. J 
Die große, in schlechter, abgerissener Kleidung 
steckende Gestalf dieses Mannes hatte wenig Vertrauen— 
erweckendes. 
Der finstere. schwarzbärtige Kopf, in dem die 
Augen se unrve Vin- uünd herflogen, war auffällig 
klein und trug .. dem dunklen, kurzgeschorenen Haar 
eine sogenannte Wolkenschiebermütze. 
Doͤr Mann hatte eine Reisetasche aus schwarzem, 
abgerissenen Wachstuch in der Hand und schien auf 
dem anderen Perron, auf dem ebenfalls ein Zug hielt. 
fortfahren zu wollen. 
Auch er hatte beim Anblick der Gräfin Berghorst, 
wie elektrisirt, den Schritt verhalten; als aber Maria 
Anna, einem leichten Ruck von der Hand der Gesell— 
schafterin nachgebeud, schnell weiterging, bewegte sich 
auͤch jener Mensch, wenn auch zögernd, vorwärts, und 
obgleich er sich mehrfach nach ihnen insen so hatten 
doch die beiden Frauen in wenigen Sekunden den 
Perron betreten und waren hinter dem die rechte Seite 
des Bahnsteias flankirenden Zuge verschwunden.— 
Ase die Jamen in einem Conpé erster Klasie
	        
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